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Mathias Schabow will keinem Muster folgen

Von Christian Riethmüller
20.03.2021
, 11:55
Vor einem Auftritt fängt er an zu üben, sonst spielt er lieber einfach nur: Mathias Schabow geht als Pianist seinen eigenen Weg – und wird nicht müde, dabei zu improvisieren.

Wenn das seine Schüler an der Musikschule Frankfurt wüssten: „Ich empfinde mich als Fauler, der nicht gerne übt“, sagt nämlich der Pianist Mathias Schabow und lacht: „Ich spiele viel lieber.“ Dabei legt der 1970 geborene Pastorensohn aus Mecklenburg, der einst der Liebe wegen an den Main gekommen ist, durchaus Wert aufs Handwerk, noch mehr aber auf die musikalische Entwicklung seiner Schüler. Und die soll möglichst über ein stures Etüden-Bimsen hinausgehen. Er selbst hat noch die strenge Klassik-Schule der DDR durchlaufen, hat sich aber als Jugendlicher auch schon sehr für Jazz interessiert und sein Klavierstudium, erst bei Hubert Nuss an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und dann bei John Taylor an der Hochschule für Musik Köln, darauf ausgerichtet.

Trotzdem ist er kein Jazz-Musiker geworden, sondern hat sich für einen eigenen künstlerischen Weg und eine Musik entschieden, die über Genregrenzen hinwegschwebt. Da sind Anklänge an Jazz und Blues, noch mehr aber an Romantik, Impressionismus und Minimal Music zu vernehmen, gleichwohl es grundsätzlich improvisierte Musik ist, die er mal solo, mal im Duo und mal im Trio aufnimmt und über sein im Jahr 2011 gegründetes Label Schabow Music und die dazugehörige Website vertreibt.

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Autorenporträt / Riethmüller Christian
Christian Riethmüller
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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