FAZ plus ArtikelFrankfurter Nordend

Am Glauburgbunker herrscht Stillstand

Von Bernd Günther
08.01.2021
, 21:53
Eine Bürgerinitiative hält den Abriss des Glauburgbunkers im Frankfurter Nordend nicht für realisierbar. Der Bauherr macht nur vage Angaben zum Zeitplan.

Die Bürgerinitiative, die sich im Nordend gegen den Abriss des Bunkers am Glauburgplatz wendet, hält das mit Staub, Lärm und Erschütterungen verbundene Abbruchvorhaben während der Corona-Pandemie praktisch nicht für durchführbar. Anwohner und Eltern von Kindern aus der unmittelbar neben dem Bunker stehenden Schwarzburgschule und Kindertagesstätte, die sich in der Bürgerinitiative organisiert haben, dringen in einer Stellungnahme auf einen aus ihrer Sicht „unumgänglichen Aufschub des Bauprojekts bis nach der Pandemie“. Die dadurch gewonnene Zeit solle genutzt werden, um ein innovatives, sozial und ökologisch zeitgemäßes Konzept zu erarbeiten, nach dem der Bunker erhalten und umgenutzt werden könne, erklärte Ulrich Rathgeb vom Vorstand der Initiative.

Es sei „schlicht absurd“, den Hochbunker abbrechen zu wollen, wenn Schulen und Kitas nach den geltenden Corona-Empfehlungen angehalten seien, mehrmals stündlich Klassenzimmer und Gruppenräume stoß- und querzulüften, wendet die Initiative ein. Die massiven Staub- und Lärmemissionen, die mit dem Abbruch des Bunkers verbunden seien, würden den notwendigen Luftaustausch in der benachbarten Schwarzburgschule und in der Kita unmöglich machen, so Rathgeb. Er äußerte zugleich sein Unverständnis, dass der Bauherr bisher keinen neuen Termin für den Beginn des Abbruchs genannt habe.

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Günther Bernd  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Bernd Günther
Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.
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