„Querdenker“-Demonstration

Frankfurter Polizei will Corona-Regeln „konsequent“ durchsetzen

13.11.2020
, 11:33
Zustände wie in Leipzig soll es am Samstag in Frankfurt nicht geben: Polizeipräsident Gerhard Bereswill kündigt an, dass seine Beamten bei der Demonstration sogenannter Querdenker auf den Regeln beharren werde.

Frankfurt will Leipziger Zustände bei der Demonstration der sogenannten Querdenker am Samstag vermeiden. Polizeipräsident Gerhard Bereswill kündigt einen harten Kurs gegen Teilnehmer der Veranstaltung „Querdenker - Kein Lockdown für Bembeltown“ an, die gegen die Bestimmungen verstoßen: „Es gelten Abstandsregeln sowie die Pflicht zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung. Bei deren Nichtbefolgung werden wir daher konsequent handeln.“

Da auch Gegendemonstrationen unter den Slogans „Gegen Querdenken 69„ und „Gegen den Auftritt von rechten Verschwörungstheoretikern und Coronaleugnern“ angemeldet sind, kündigte Bereswill weiter an, dass die Frankfurter Polizei die gegensätzlichen Lager voneinander trennen werde, um mögliche Auseinandersetzungen zu verhindern. Zudem sei mit massiven Verkehrsbeeinträchtigungen im Bereich des Hauptbahnhofes und der Innenstadt zu rechnen.

Sollte es zu Verstößen kommen, werde unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit konsequent eingeschritten. „Für die Polizei sind Demonstrationen besonders in dieser Zeit der Pandemie mit sehr hohen Infektionsraten eine Herausforderung“, sagt Bereswill. „Es gelten Abstandsregeln sowie die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung bei diesen Versammlungen. Eine Diskussion mit den Einsatzkräften vor Ort über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen ist sinnlos und nicht zielführend. Bei deren Nichtbefolgung werden wir daher konsequent handeln.“

Seit Monaten protestiert die von dem Unternehmer Michael Ballweg ins Leben gerufene Querdenken-Initiative gegen die Corona-Maßnahmen. In Leipzig war am Wochenende eine Demonstration mit mehr als 20.000 Teilnehmern eskaliert. In Frankfurt will die Initiative nun ebenfalls durch die Innenstadt ziehen. Angemeldet sind ein Protestzug mit 500 Teilnehmern sowie eine Abschlusskundgebung mit 2000 Teilnehmern.

Quelle: ajue.
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