FAZ plus ArtikelGastgewerbe in der Krise

Lehrzeit in der Leere

Von Jacqueline Vogt
28.02.2021
, 07:58
Kurzarbeit, kein Gästekontakt: Der Lockdown im Gastgewerbe und die Betriebsbeschränkungen für Hotels gefährden die Qualität der Ausbildung. Junge Leute, die geprüft werden, haben womöglich ein Problem.

Fische filetieren, Fleisch richtig schneiden. Gemüse zuschneiden, Saucen kochen, Cremes rühren. Das Reservierungssystem im Blick haben, Veranstaltungen planen. Gästen das Menü erklären, einen Wein empfehlen. Wäre nicht Lockdown, wäre das der Alltag in Restaurants und Hotels, für Köche und Hotelfachleute und Kellner – und für die Auszubildenden in der Branche auch.

Im Frühsommer stehen wieder Abschlussprüfungen an. Die werden auch junge Leute zu bestehen versuchen, die einen nicht unerheblichen Teil ihrer Lehrzeit in geschlossenen Lokalen verbracht haben und in Hotels, in denen nur ein paar Geschäftsreisende übernachten. Im guten Fall können Betriebe die Einschränkungen, die das im praktischen Teil der Ausbildung nach sich zieht, mit anderen Beschäftigungen kompensieren, im schlechten Fall können sie das nicht. Droht massenhaftes Prüfungsversagen?

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Vogt, Jacqueline (jv.)
Jacqueline Vogt
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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