Gegen das Rasen in Städten

Tempo 30 an Unfallschwerpunkten?

Von Mechthild Harting
Aktualisiert am 26.11.2020
 - 07:10
Steile Kurve: An der Neuen Mainzer Straße gilt ein Tempolimit.
Soll in weiteren Frankfurter Straßen das Tempolimit auf 30 reduziert werden? Eine Anhäufung von Unfällen an bestimmten Knotenpunkten lässt die Diskussion wieder aufflammen.

Nach dem tödlichen Unfall auf der Oskar-von-Miller-Straße im Frankfurter Ostend ist eine Diskussion über Tempo 30 auf innerörtlichen Straßen entbrannt. Wie das Straßenverkehrsamt deutlich macht, kann eine Stadt die innerorts vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde erst dann auf 30 reduzieren, wenn es auf einer Straße innerhalb eines bestimmten Zeitraums häufiger zu Unfällen gekommen ist.

Eine solche Temporeduzierung ist beispielsweise vor zwei Jahren auf einem Abschnitt der Neuen Mainzer Straße in der Innenstadt eingeführt worden. Die Straße, die an der Untermainbrücke beginnt und in Höhe der Städtischen Bühnen zur Einbahnstraße wird, verläuft über mehrere hundert Meter schnurgerade, ehe sie in einer scharfen Rechtskurve zum Opernplatz führt. Wie das Amt mitteilt, kam es in und wegen der Kurve häufig zu Unfällen, so dass nach Empfehlung der städtischen Unfallkommission Tempo 30 verhängt wurde.

Ein weiteres Beispiel ist die Emser Brücke, die Bockenheim mit dem Europaviertel und dem Gallus verbindet. Dort gab es in der Vergangenheit öfter Unfälle, weil Fahrer beim Abbiegen Richtung Innenstadt den Gegenverkehr nicht berücksichtigt hatten.

Quelle: F.A.Z.
Mechthild Harting - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Mechthild Harting
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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