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Markt für Bürovermietung bricht ein

Von Rainer Schulze
11.01.2021
, 18:03
Die Corona-Krise sorgt bei Bürovermietern für ein dickes Minus. In Frankfurt gehen die Geschäfte gar um 40 Prozent zurück. Viele Unternehmen schieben ihre Umzugspläne auf. Aber es gibt einen Hoffnungsschimmer.

Zu den wesentlichen Charaktereigenschaften eines Immobilienmaklers gehört ein unerschütterlicher Grundoptimismus. Wenn der ganze Himmel voll dunkler Wolken hängt, erkennt er noch einen hellen Streifen am Horizont. Stephan Leimbach hat das beherzigt. Er ist für Bürovermietung im Maklerhaus JLL zuständig und kann selbst den miserablen Zahlen aus dem vergangenen Jahr noch etwas Positives abgewinnen: „Das Schöne an solchen Zahlen ist: Danach geht es bergauf.“

Dabei sind die Zahlen wirklich extrem schlecht. In guten Jahren liegt die Vermietungsleistung in Frankfurt bei rund 500.000 Quadratmetern. Doch 2020 wurden Mietverträge über nur 336.000 Quadratmeter unterzeichnet. Das ist der niedrigste Wert seit 2004. Selbst während der Finanzkrise 2009 war der Umsatz noch ein bisschen höher. Gegenüber dem Vorjahr hat die Vermietungsleistung um satte 40 Prozent eingebüßt. Während der Umsatz in ganz Deutschland um 33 Prozent gesunken ist, sind es in Frankfurt also noch ein paar Prozentpunkte mehr – vielleicht ein schwacher Trost für andere Städte.

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Quelle: F.A.Z.
Rainer Schulze - Portraitaufnahme für das Blaue Buch
Rainer Schulze
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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