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FAZ plus ArtikelBundespolizei am Flughafen

„Man braucht sehr viel Fingerspitzengefühl“

Von Katharina Iskandar
 - 12:10
Die Bundespolizei am Fraport im Einsatz: Oft ärgern sich Fluggäste über die langsamen Sicherheitskontrollen.

Viele Menschen, die in jüngster Zeit geflogen sind, standen in langen Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen in den Terminals – nicht nur in, sondern auch außerhalb der Urlaubszeiten. Was läuft da schief?

Es sind offenbar mehrere Ursachen, die hier greifen. Ein Hauptproblem ist, dass der Flughafen an seine Kapazitätsgrenze gekommen ist. Luftsicherheitskontrollen bedürfen immer einer gewissen Fläche. Die können nicht an x-beliebigen Standorten installiert werden, sondern müssen eingepasst werden, ein hochkomplizierter Vorgang. Der Frankfurter Flughafen hingegen ist derzeit nicht darauf ausgelegt, im Terminal 1 und 2 noch mehr Hochleistungskontrollspuren aufzunehmen. Zudem können die beauftragten Sicherheitsdienstleister in Spitzenzeiten nicht genügend Personal bereitstellen. Dadurch entstehen zwangsläufig auch Wartezeiten. Das ist für den Flughafenbetreiber, der mit einem hohen Grad an Konnektivität und entspannten Kontrollen wirbt, natürlich ein Wettbewerbsnachteil, den ich gut nachvollziehen kann. Und für den Passagier manchmal ein Ärgernis. Aber die Wartezeit ist kein Thema, das die Bundespolizei allein zu verantworten hat, sondern es ist auch ein Kapazitäts- und Ressourcenproblem der beteiligten Prozesspartner.

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Die Chefin

Kerstin Kohlmetz leitet seit Juni dieses Jahres die Bundespolizeidirektion am Frankfurter Flughafen. Damit steht sie einer der großen Dienststellen der Bundespolizei mit 2400 Beamten vor. Die 48 Jahre alte Offenbacherin studierte zunächst Jura, bevor sie sich für eine Laufbahn bei der Bundespolizei entschied. Von 2000 bis 2012 war sie in unterschiedlichen Führungsfunktionen tätig, unter anderem leitete sie das Deutsche Polizeikontingent der europäischen Rechtsstaatlichkeitsmission Eulex im Kosovo. Seit 2013 war sie ständige Vertreterin des Präsidenten der Bundespolizeidirektion Stuttgart.

Die Bundespolizei am Flughafen nimmt eine ganze Reihe von Aufgaben wahr: Sie reichen von der Grenzsicherung bis zur Luftsicherheit. Damit ist die Behörde der wichtigste Partner für den Flughafenbetreiber Fraport, die Landespolizei und den Zoll.

Allein im vergangenen Jahr hat die Bundespolizei 26281 Straftaten erfasst; darunter fallen unter anderem illegale Einreisen. Insgesamt wurden 17076 Tatverdächtige ermittelt, und es gab 16598 Fahndungserfolge. Auch Rückführungen von Ausländern werden von der Bundespolizei begleitet; im vergangenen Jahr waren es 7911 – jede dritte in Deutschland.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Iskandar, Katharina
Katharina Iskandar
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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