„Ampel Plus“ in Frankfurt

FDP und Volt auf Koalitionskurs

Von Martin Benninghoff
17.04.2021
, 20:07
Die Grünen in Frankfurt wollen mit SPD, FDP und Volt über die künftige Koalition verhandeln. Nun müssen noch die drei Partner zustimmen. Volt ist vorneweg gegangen, die FDP stimmt am Montag ab.

Nach der deutlichen Entscheidung der Frankfurter Grünen-Basis am Freitagabend, SPD, FDP und Volt zu Koalitionsverhandlungen einzuladen, stellen auch die beiden kleineren möglichen Partner FDP und Volt die Weichen auf Verhandlungen.

Die Sondierungskommission der FDP, bestehend aus dem geschäftsführenden Kreisvorstand, will dem Kreisvorstand der Frankfurter FDP am Montagabend vorschlagen, die Einladung anzunehmen. „Wir sehen in dieser zunächst ungewöhnlich anmutenden Konstellation eine echte Chance, nach fünf Jahren Stillstands-Koalition im Frankfurter Römer einen Aufbruch in Richtung einer zukunftsgewandten Politik in Frankfurt zu erzeugen“, teilte Frankfurts FDP-Vorsitzender Thorsten Lieb am Samstag mit. Allerdings will die FDP zur endgültigen Entscheidung kurzfristig eine Kreismitgliederversammlung einberufen, die wohl am 26. April stattfinden soll. Die Basis der Partei soll offenbar frühzeitig miteinbezogen werden, bevor Kritik an der Beteiligung an einem Linksbündnis oder mangelnder Beteiligung der Basis laut werden könnte. „Selbstverständlich ist uns als Frankfurter FDP bewusst, dass jede Konstellation nicht nur Chancen, sondern auch Risiken beinhaltet“, sagte Lieb.

Auch der kleinste Partner der angestrebten erweiterten Ampelkoalition, die proeuropäische Volt Partei, machte den Weg zu Koalitionsverhandlungen am Wochenende frei. Am Samstagabend stimmten die Mitglieder in einer digitalen Abstimmungsrunde Koalitionsverhandlungen zu.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Benninghoff, Martin
Martin Benninghoff
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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