FAZ plus ArtikelFrankfurter Schacht

Alles fließt

Von Michael Hierholzer
31.05.2021
, 18:50
Cyprien Gaillard hat seine Skulptur für den öffentlichen Raum schlicht, aber etwas irreführend „Frankfurter Schacht“ genannt.
Endlich wieder ein reales Kunstereignis in Frankfurt: Für die Performance „Flute“ von Cyprien Gaillard standen viele früh auf. Und entdeckten den besonderen Reiz der Taunusanlage, die jetzt eine Skulptur des Künstlers bereichert.
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Die noch tiefstehende Sonne funkelte über dem stillen Frankfurter Morgen, und trotz der frühen Stunde waren an die 100 Menschen auf die Untermainbrücke gekommen, um sich überraschen zu lassen. Denn nicht einmal alle an den Vorbereitungen Beteiligte vom Frankfurter Museum für Moderne Kunst wussten genau Bescheid, was gleich passieren würde. Eine Performance, gewiss, aber in welcher Form? Nachdem es schon ein wenig nach sieben Uhr war, vermuteten einige, genau das geschehe hier: Allerlei Kunstvolk kommt endlich wieder einmal zusammen, darunter Leute, die in gewöhnlichen Zeiten von einem Kulturereignis zum anderen eilen.

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Und das war’s. Ist in diesen Zeiten aber schon mehr als genug. „Endlich ist wieder was los“, sagte dann auch jemand, und wenn es bloß diese Zusammenkunft auf der Brücke ist, für die zu nachtschlafender Zeit der Wecker geklingelt hat, wollte man ergänzen. Der laue, stille, friedliche Frühsommermorgen aber ließ die Müdigkeit rasch verfliegen.

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