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FAZ plus ArtikelLeichenfund in Frankfurt

Wer ist die Tote aus dem Keller?

Von Katharina Iskandar
 - 15:32

Marcel Verhoff ist früh aufgestanden an diesem Morgen. Schon vor acht sitzt er in seinem Büro in der Rechtsmedizin, einem Gebäude, das den Charme einer alten Villa hat. Knarzende Dielen, holzvertäfelte Wände, Stuck. Eine Stunde später betritt er den Keller, eine andere Welt. Kacheln, Fliesen, modriger Geruch. Vor ihm auf dem Seziertisch liegt diesmal keine frische Leiche, sondern ein Skelett.

Es sind die menschlichen Überreste, die am Freitag in einem Kellerverschlag in Bockenheim gefunden worden sind. Über 1,65 Meter strecken sich die Knochen hin. So groß, sagt Verhoff, mag die Person in etwa gewesen sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war es eine Frau. Darauf deuten die Größe des Kopfes und das Becken hin. Sie war womöglich um die fünfzig. Die Hände sind nicht mehr vorhanden, zunächst fehlte auch ein Fuß. Er wird später in einer weiteren Tüte mit Schutt entdeckt. Auch der Kehlkopf ist nicht mehr auffindbar. Ansonsten aber ist das knöcherne Gerüst vollständig. Verhoff streift sich die Handschuhe über und sagt: „Dann wollen wir mal.“ Wenn jemand überhaupt noch irgendetwas aus diesen Knochen herauslesen kann, dann ist es der Chef der Frankfurter Rechtsmedizin. „Knöcherne Strukturen“, wie es in der Fachsprache heißt, sind Verhoffs Spezialgebiet.

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Quelle: F.A.Z.
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