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Pulled Pork und Pale Ale

Von Peter Badenhop
20.09.2019
, 14:20
Leider keine Reservierungen möglich: Im „Naiv“ am Fischerplätzchen findet sich trotzdem immer ein Plätzchen.
Das „Naiv“ ist in Frankfurt die erste Adresse für Craftbeer. Eine größere Auswahl ist weit und breit nicht zu bekommen. Wir haben für Sie hineingeschmeckt.
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Die Auswahl ist unglaublich. Allein die Kategorien sind so zahlreich, dass jeder Normaltrinker umgehend den Überblick verliert: Hefeweizen, Bockbier, Pale Ale, Red Ale, IPA, Witbier, alkoholfrei, glutenfrei – und dann erst die Biere selbst. Dutzende stehen auf der Karte, seitenweise. Der Tischnachbar, offensichtlich Stammkunde, meint, es seien gut 120 Sorten aus aller Welt. Das kann gut sein, macht die Auswahl aber auch nicht leichter. Zum Glück gibt es den „Tasting Tray für Unentschlossene“, mit dem sich Anfänger langsam an die Sache herantrinken können.

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Das soll natürlich nicht heißen, dass das „Naiv“ nur etwas für erfahrene und enthusiastische Biertrinker wäre. Denn das Gegenteil ist der Fall: Das Lokal am Frankfurter Fischerplätzchen mit Blick auf die Alte Brücke ist ein außerordentlich niedrigschwelliges Einfallstor in die Welt des Craft-Biers. So unkonventionell und unprätentiös wie die Einrichtung und das Personal sind auch die Bier-Auswahl und die Speisen – und wer nicht weiß, was er will oder mag oder überhaupt, der fängt eben ganz langsam mit den vier kleinen Gläsern auf dem Probiertablett an. Für 9,90 Euro gibt es viermal 0,1 Liter aus einer Auswahl von acht immer wieder wechselnden Bieren – darunter stets das von Glaabsbräu in Seligenstadt gebraute „Naiv Lager“, ein wunderbar schlankes und dennoch fruchtig-rundes Bier mit „wenig Trinkwiderstand“.

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Peter Badenhop - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Peter Badenhop
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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