FAZ plus ArtikelLieblingsgerichte

Ein Hoch auf den Taschenkrebs

Von Peter Badenhop
28.02.2021
, 12:57
Unser Redakteur trauert seinem französischem Lieblingsrestaurant in Düsseldorf nach, das der Pandemie zum Opfer gefallen ist. Den Taschenkrebs muss er sich nun selbst zubereiten und zaubert im Handumdrehen „Crab Mayonnaise“.

Meinen ersten Taschenkrebs habe ich in Düsseldorf gegessen. In „Roberts Bistro“, dem aufregendsten, unterhaltsamsten, unprätentiösesten, ja, einfach besten französischen Restaurant, das ich kenne. Oder besser: kannte. Denn vor ein paar Wochen ist dieser wunderbare Ort der verdammten Pandemie zum Opfer gefallen und hat nach mehr als drei Jahrzehnten für immer die Türen geschlossen. Es ist eine Schande, aber ich habe wenigstens die Erinnerung an lauwarmen Rochenflügel, Hühnerherzensalat und eben Taschenkrebs.

Der gilt den Franzosen als Delikatesse, ist in Deutschland aber kaum verbreitet. In dem einen oder anderen Restaurant wird mitunter die äußerst teure Königskrabbe aufgetischt. Und auf Helgoland futtern die Inselgäste Knieper, die gekochten Scheren des Taschenkrebses, mit Toastbrot, Butter und Knoblauchsoße. Aber das sind Ausnahmen. Im Gegensatz zu vielen ihrer Nachbarn sind die Deutschen einfach keine Krebs-Esser, und deshalb ist es auch so erstaunlich schwer, frisches Krebsfleisch zu bekommen.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  Sonntagszeitung plus

F.A.Z. PLUS:

  F.A.Z. digital

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Zutaten für zwei Personen:

120 bis 150 Gramm Krebsfleisch (frisch oder aus der Konserve)

1 viertel Salatgurke

1 halbe Avocado

1 halber Eisbergsalat

2 Esslöffel Salat-Mayonnaise

1 Esslöffel Crème fraîche

1 Teelöffel gehackter Estragon

je 1 Prise Currypulver, Salz und Pfeffer

Essig und Öl

Forellen-Kaviar und Kresse

Quelle: F.A.Z.
Peter Badenhop - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Peter Badenhop
Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot