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Altes Handwerk im Haus für Modernes

Von Jacqueline Vogt
28.04.2019
, 10:59
Der Koch Dennis Aukili (rechts) und der Bäcker Dominik Busch legen in ihrem Museumslokal in Frankfurt Wert auf Tradition und guten Geschmack.
Das Museum für Moderne Kunst bietet ein etwas anderes Museumslokal. Im „Mehl Wasser Salz“ in Frankfurt wird den ganzen Tag gebacken. Bei den Zutaten heißt es: „Weniger ist mehr.“ Und das schmeckt den Kunden.
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Einen inhaltlichen und konzeptionellen Zusammenhang gebe es nicht, sagt Dennis Aukili, aber man kann ja trotzdem einen sehen: beispielsweise in der Tatsache, dass ausgerechnet das Lokal im Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt seit neuestem nicht mehr nur ein Ort ist, um etwas zu essen und zu trinken. Sondern einer, in dem zwei junge Männer etwas eingerichtet haben, das sehr modern ist, gerade weil es so traditionell ist: eine Bäckerei. „Mehl Wasser Salz“ heißt das Museumscafé jetzt. Es ist ein Produktionsbetrieb mit angeschlossenem Lokal oder auch umgekehrt, je nach Sichtweise. Ausgedacht haben sich das der Koch Dennis Aukili und der Bäcker Dominik Busch.

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Der Raum des „Mehl Wasser Salz“, der sich entlang der Braubachstraße an die Seitenwand des Museums schmiegt, ist lang und schmal und wird zum Kopfende hin breiter, wie das gesamte Gebäude. „Tortenstück“ wird der Bau seit der Eröffnung 1991 in Frankfurt liebevoll genannt. Lange war später das Museumslokal ein italienisches Restaurant, das Triangolo. Doch 2013 gab dessen Betreiber Luigi Nuzzo auf, die Geschäfte liefen nicht mehr so gut, und er wolle ohnehin auch mal etwas anderes machen, sagte er damals. Nach Nuzzo versuchten ein paar Pächter im Museum ihr Glück, zuletzt die Macher der Freitagsküche. Von Dauer war nichts, im vergangenen Jahr stand das Lokal dann über mehrere Monate hin leer.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Vogt, Jacqueline (jv.)
Jacqueline Vogt
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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