FAZ plus ArtikelNaturschutz-Euro

Zoobesuch als Projektförderung

Von Daniel Meuren
28.01.2021
, 05:28
Mit jeder Eintrittskarte für den Frankfurter Zoo kann künftig ein Euro gespendet werden, um zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen. Sechs Projekte sollen auf diese Weise unterstützt werden.

Vor wenigen Tagen durfte Ina Hartwig ausnahmsweise einmal in den zurzeit für Besucher geschlossenen Zoo. In ihrer Funktion als Kulturdezernentin ist die SPD-Politikerin schließlich für den Tierpark verantwortlich. „Ich hatte Gelegenheit, die Humboldt-Pinguine zu füttern“, sagte sie. „Ein solches Erlebnis emotionalisiert, auch wenn die Tiere aus der Nähe gar nicht mehr nur niedlich sind.“

Diese Emotionalisierung sieht Hartwig als Grundlage für die Einführung des freiwilligen Naturschutz-Euros, um den der Zoo seine Besucher beim Kauf der Eintrittskarte bitten will. Vom 1. März an – sofern Besucher dann wieder erlaubt sind – kann sich der Zoogast beim Kauf der Eintrittskarte online wie auch an der Kasse dafür entscheiden, mit einem zusätzlichen Euro gezielt den Naturschutz zu unterstützen. Das Geld fließt direkt in sechs vom Zoo ausgesuchte Projekte, die sich um den originären Lebensraum beispielsweise des Sumatra-Tigers in Indonesien, um Pinguine an der Westküste Südamerikas, die Erhaltung der Serengeti oder die Artenvielfalt im Manu-Nationalpark in Peru bemühen. Gefördert werden aber auch regionale Vorhaben wie der Schutz des Naturwalds im Wispertaunus oder die Bienenbotschaft, die sich in Hessen um Lebensräume für Insekten kümmert.

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Quelle: F.A.Z.
Daniel  Meuren - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Daniel Meuren
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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