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FAZ plus ArtikelVor der OB-Wahl in Frankfurt

Der Nordend-Stammtisch wählt Feldmann

Von Matthias Trautsch
 - 13:48

Grüner geht nicht. Im Strandcafé an der Koselstraße haben Joschka Fischer, Daniel Cohn-Bendit und Tom Königs schon in den siebziger Jahren zusammengesessen, den Marsch durch die Institutionen geplant und ein dem deutschen Spießbürger unbekanntes Getränk namens Latte Macchiato zu sich genommen. Bis heute ist das Strandcafé eine Institution im alternativen Milieu. Alternatives Milieu? Gibt es das überhaupt noch? Ja, im Frankfurter Nordend schon. Das Haar ist grau geworden, die Haltung ist aber immer noch entschieden. Zumindest in der Frage, ob man am Sonntag Amtsinhaber Peter Feldmann (SPD) oder Bernadette Weyland (CDU) zum Stadtoberhaupt wählen sollte.

„Wir sind Achtundsechziger“, sagt Christel Maul, und das klingt nicht nur wie ein Glaubensbekenntnis, das ist eines. Die Rentnerin spricht den Satz ohne Zögern, natürlich ohne die Vorsilbe „Alt-“ und ohne den Hauch einer Distanzierung aus. Die drei Männer, die mit ihr am Tisch sitzen, nicken. „Achtundsechziger“ – auf das Etikett sind sie stolz. Einmal die Woche, immer mittwochs vormittags, treffen sich die vier ehemaligen Lehrer zum Stammtisch im Strandcafé. „Die Hälfte der Zeit sprechen wir über die Eintracht, die andere Hälfte über Politik“, sagt Michael Schenk, mit 70 Jahren der Jüngste in der Runde.

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Quelle: F.A.Z.
Matthias Trautsch
Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.
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