FAZ plus ArtikelMeinungsfreiheit

Feldmanns Wollen

EIN KOMMENTAR Von Manfred Köhler
26.10.2021
, 10:41
Stellt seine eigene Meinung in den Mittelpunkt: Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD)
Bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche ist die Frage der Meinungsfreiheit aufgekommen. In seiner Rede gab der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) taktlose „Ich will“ Phrasen von sich.
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Niemand hätte es Peter Feldmann (SPD) mit Blick auf die Diskussion um das Auftreten eines rechtsgerichteten Verlages auf der Buchmesse übel genommen, hätte er bei der Verleihung des Friedenspreises am Sonntag einen allgemeinen Appell formuliert, dass Frankfurt weltoffen bleiben solle. Er hätte auch an die Verantwortlichen der Buchmesse die Bitte richten können, eine kluge Lösung für die knifflige Frage zu finden, wie künftig der Meinungsfreiheit wie auch Besorgnissen von Besuchern wie Autoren Rechnung getragen werden kann.

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Feldmann hat aber gesagt: „Im kommenden Jahr will ich, dass diese Autoren sich willkommen und sicher fühlen.“ Er hat mithin vorgegeben, wie der Konflikt zu lösen sei; wer es nicht verstanden hat, den beschied er noch, die Menschenwürde stehe über der Meinungsfreiheit.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Köhler, Manfred
Manfred Köhler
Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.
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