FAZ plus ArtikelPrüfungen unter Corona-Regeln

Mit Maske zwei Stunden über chemischen Formeln brüten

Von Sascha Zoske
02.03.2021
, 10:47
An der Uni Frankfurt müssen angehende Pharmazeuten trotz Pandemie eine Klausur auf dem Campus schreiben. Sie nehmen es gelassen. In anderen Fächern macht man sich mehr Sorgen.

Die Maskenfrage hat Marie Frankreiter am Tag vor der Klausur noch anders beantwortet. Eigentlich wollte die Pharmaziestudentin Mund und Nase des Komforts wegen mit einem Stoffmodell bedecken: Zwei Stunden mit einem Medizinprodukt im Gesicht über Reaktionsmechanismen und Strukturformeln zu brüten, erschien ihr zu unangenehm. Doch als Frankreiter am Montag kurz vor zehn Uhr den Hörsaal des Frankfurter Biozentrums betritt, trägt sie doch eine OP-Maske. Ein guter Kompromiss zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit – so sehen es viele der 30 angehenden Apotheker, die sich in dem großen Saal auf dem Campus Riedberg verteilen. Etliche haben sich aber auch für die besser schützende FFP2-Maske entschieden, während die Stoffvariante nur sehr vereinzelt zum Einsatz kommt.

Mit welcher Art von Maske sie die Klausur absolvieren, will Bettina Hofmann ihren Studenten nicht vorschreiben. „Würden wir medizinische Masken verlangen, müssten wir auch welche austeilen“, meint die Lehrbeauftragte. Alle anderen Bedingungen, unter denen die Nachwuchs-Pharmazeuten der Goethe-Uni ihr Wissen in Arzneistoff-Analytik demonstrieren dürfen, sind dafür sehr genau festgelegt.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Zoske, Sascha
Sascha Zoske
Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.
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