FAZ plus ArtikelSanierung des Rathaus

Dem Wiesbadener Erbe verpflichtet

EIN KOMMENTAR Von Oliver Bock
07.07.2022
, 16:33
Von außen schon anzusehen, doch innen macht sich der Zerfall breit: Das Rathaus in Wiesbaden.
An der Sanierung des Wiesbadener Rathauses führt trotz exorbitanter Kosten kein Weg vorbei. Der Sanierungsstau wird jedem offenbar, der einmal das Gebäude betritt.
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Außen hui, innen pfui? Ganz so schlimm, wie es diese Redewendung nahelegt, steht es um das Wiesbadener Rathaus zwar nicht. Doch der langjährige Sanierungsstau ist in den Räumen und auf den Fluren an vielen Ecken und Enden erkennbar. Jeder Bürger, der auf seinem Gang durch die Stadt einmal das „stille Örtchen“ im Rathaus aufsucht, weiß genau, wovon hier die Rede ist.

Eine Sanierung ist unausweichlich: Kaum vorstellbar, dass der Oberbürgermeister der hessischen Landeshauptstadt andernorts als genau gegenüber dem Landtag residieren könnte. Auch wenn das historische Gebäude inzwischen eine der kleineren Verwaltungsstellen im Stadtgebiet ist. Eine Kommune wie Wiesbaden bedarf eines repräsentativen Rathauses, das architektonisch einen engen Bezug zu einem der wichtigsten Abschnitte der Stadtgeschichte herstellt. Gleichwohl widerfährt dem Wiesbadener Rathaus dasselbe Schicksal wie vielen anderen öffentlichen Gebäuden im Land. Einmal gebaut und mit großem Pomp eröffnet, fehlt es an einer kontinuierlichen Pflege und an einer fortlaufenden Modernisierung. Und ist der Sanierungsstau erst einmal so offenkundig, dass Investitionen unausweichlich werden, ufern die Kosten aus.

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Oliver Bock - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Oliver Bock
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.
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