FAZ plus ArtikelDrogenszene in Frankfurt

Ein Dealer geht, ein neuer kommt

Von Katharina Iskandar
19.01.2021
, 13:00
Das Allerheiligenviertel in Frankfurt ist ein Beispiel dafür, wie Sicherheitspolitik misslingen kann. Dabei gibt es Anwohner, die schon seit Jahren auf Missstände rund um die Drogenszene hinweisen.

Diesen Anblick kennt Hermann Maier seit langem. Er schaut aus dem Fenster seines Hauses an der Allerheiligenstraße und sieht Autos mit Kennzeichen wie MTK, MKK, HU, FB und OF. Männer steigen aus, selten Frauen, gehen hinüber zu den Dealern, kaufen dort ihren Stoff. Dann fahren sie weiter. Täglich sind es Dutzende.

Das war vor dem Lockdown so. Und es ist jetzt der Fall, wo das geschäftliche Leben eigentlich stillstehen soll. „Ich sage Ihnen eines“, sagt Maier, der eigentlich anders heißt und der sonst gern in dem Viertel wohnt. „Man kann alle Geschäfte schließen. Man kann die ganze Stadt einfrieren. Aber das hier, das, was sich hier täglich im Allerheiligenviertel vor unser aller Augen abspielt, das geht immer weiter. Lockdown hin oder her.“ Maier ist sauer. Sauer auf die Stadt. Er hat sich schon oft an die Verwaltung gewandt. Kennt inzwischen jeden Stadtverordneten, der sich zum Thema Sicherheit im Allerheiligenviertel geäußert hat, das sich zwischen dem östlichen Abschnitt der Zeil, dort, wo sie nicht mehr fußläufig ist, und der Battonnstraße erstreckt.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Iskandar, Katharina
Katharina Iskandar
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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