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FAZ plus ArtikelFrankfurter OB-Wahl

Warum die CDU und die Großstädte fremdeln

Von Mona Jaeger und Timo Steppat
 - 13:51

Wenn es für Bernadette Weyland einen Ort gibt, an dem sie noch eine Chance auf den Sieg spüren kann, dann ist das hier. Sie steht im Büro von Elektrobau Schmitt im Stadtteil Sindlingen, im Westen von Frankfurt. Neben ihr der Chef des Mittelständlers, Marcel Schmitt, daneben der Frankfurter Handwerkspräsident und der Wirtschaftsdezernent der Stadt, den die CDU stellt – alle sind sich einig: Es muss sich etwas tun in Frankfurt, der Mittelstand braucht mehr Unterstützung. Ein Beispiel: Seit das Anwohnerparken verschärft wurde, erhalten viele Handwerker keinen Ausweis mehr und kommen nicht zu ihren Kunden in der Innenstadt. Weyland nickt. „Ich komme selbst aus dem Mittelstand”, sagt die CDU-Kandidatin für das Amt des Oberbürgermeisters. Man müsse etwas dagegen unternehmen. Weyland hat Pläne, will unkompliziert helfen. Ein anderes Problem der Handwerker sind die großen städtischen Ausschreibungen, die nach Ostdeutschland gehen, für die örtlichen Handwerker blieben teilweise nur die kleinen Reparaturen – „dagegen wird die künftige Oberbürgermeisterin in Frankfurt etwas tun“, sagt Wirtschaftsdezernent Markus Frank und deutet auf Weyland, die neben ihm steht.

Alle lächeln freundlich. Dabei wissen die Mittelständler, der Dezernent und die CDU-Kandidatin selbst, dass sie beinahe chancenlos ist. Im ersten Durchgang der Oberbürgermeister-Wahl vor knapp zwei Wochen landete sie zwar auf dem zweiten Platz. Jedoch betrug der Abstand zum Amtsinhaber Peter Feldmann (SPD) gut 20 Prozentpunkte – 46 Prozent zu 25,4. Jetzt treten die beiden in der Stichwahl an, eine Wahlempfehlung geben die anderen Parteien nicht ab – Weyland kämpft auf verlorenem Posten. Wieder verliert die CDU in einer deutschen Großstadt, die über Jahrzehnte mit Petra Roth von einer christdemokratischen Oberbürgermeisterin geführt wurde. Die CDU scheint abgeschlagen in einer zutiefst bürgerlichen Stadt wie Frankfurt, die immer gut von Unternehmen und Banken lebte und der es noch immer ziemlich gut geht. Was ist nur schiefgegangen?

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Quelle: F.A.Z.
Mona Jaeger
Redakteurin in der Politik.
Timo Steppat
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