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FAZ plus ArtikelBrutaler Mord in Frankfurt

Grauen in geschlossener Gesellschaft

Von Helmut Schwan
 - 15:01
Hinter denkmalgeschützter Fassade: Die Nachricht vom Verbrechen im Westend verbreitete sich schnell.zur Bildergalerie

So brutal, so systematisch, so gnadenlos. Das Ehepaar, das das Bordell im Westend betrieb, wurde erwürgt oder erdrosselt, ebenso wie vier Prostituierte, die jüngste von ihnen gerade einmal 18 Jahre alt. Ein grauenhaftes Verbrechen, mit dem doch mehr verbunden sein musste als ein sechsfacher Mord, wie nicht wenige damals, vor 25 Jahren, meinten. War es eine Botschaft in ein Milieu, das in der Messestadt Frankfurt Millionen abwarf und noch abwirft und in dem seit jeher Machtkämpfe toben? Oder ein Exempel, statuiert in einem „Edelpuff“, in den man nur auf Empfehlung von Herren aus der sogenannten besseren Gesellschaft gelangen konnte? Waren die „Jugos“ auf dem Rückzug, war ein Machtvakuum entstanden, in das nun die Russen-Mafia stieß, die womöglich auch hinter dem Kunstraub in der Schirn einige Wochen zuvor steckte?

Der Schrecken, der Polizisten und Staatsanwälten am Morgen des 15. August 1994 bei der Besichtigung des Tatorts im Haus Kettenhofweg 124a in die Glieder fuhr, war gewaltig. Nicht nur wegen des Anblicks der Leichen, deren Gesichter entstellt waren vom Todeskampf. Sondern eben auch, weil sich hier womöglich eine neue Dimension, eine neue Form schwerster Kriminalität zeigte, vor der schon seit Jahren gewarnt worden war.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schwan, Helmut (hs.)
Helmut Schwan
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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