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Weihnachtsbaum für Frankfurt

Ein Christbaum namens Peter

Von Helena Weise
 - 20:38
Oh Tannenbaum: Die Fichte, die zur Weihnachtszeit auf dem Frankfurter Römerberg stehen soll, stammt aus dem Wildpark in Bad Orb.

32 Meter hoch, von ausreichend geradem Wuchs und mit dichten Nadeln bis zur Spitze ist der diesjährige Weihnachtsbaum so manch einem Mängelexemplar der vergangenen Jahre um einige Schönheitsmerkmale voraus. Möglicherweise hat das Schmuckstück von dem guten Heilquellenwasser in Bad Orb profitiert. Der Kurort im Spessart ist dieses Jahr Sponsor des Weihnachtsbaums für den Römerberg. Oder vielleicht ist die Fichte auch einfach nur gut gedüngt worden – sie steht nämlich mitten im Bad Orber Wildpark.

Dafür spricht zumindest der Umfang des Stammes, der zugleich ihr größtes Manko ist. Der Nadelbaum ist unten etwas zu dick. Damit er am 31. Oktober drei Meter tief in die Halterung am Römerberg versenkt werden kann, muss ihm mit der Säge noch ordentlich zu Leibe gerückt werden. Für den Transport nach Frankfurt ist der Standort ein Glückstreffer: Tieflader und Kran können bequem an ihn heranfahren.

Sollte auf der einstündigen Fahrt nach Frankfurt doch ein Zweig abbrechen, kann man die kahlen Stellen mit den Zweigen ausbessern, die unten abgesägt werden. Insgesamt werden 800 Schleifen und ganze 4,4 Kilometer Lichterkette das Erscheinungsbild der auserkorenen Fichte prägen. „Wir brechen dieses Jahr alle Rekorde“, sagt Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus und Congress GmbH Frankfurt. Zum ersten Mal seit fünf Jahren bekommt der Baum wieder einen Namen, Peter von Orb. Der Namensgeber ist ein als „Robin Hood des Spessarts“ verehrter Räuber, der im Dreißigjährigen Krieg aktiv gewesen sein soll. Zur Taufe dürfte wohl Bad Orber Solewasser verwendet werden.

Quelle: F.A.Z.
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