Frankfurt

Inzidenz steigt über 1000

Von Monika Ganster
17.01.2022
, 21:30
Frankfurt wird im Januar von der Omikron-Variante heimgesucht.
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Die Omikron-Variante treibt die Zahl der Infektionen in Frankfurt in die Höhe. Nur in drei Städten in Deutschland liegt die Inzidenz noch darüber. Das Ansteckungsrisiko steigt, aber die Chance auf einen PCR-Test könnte bald sinken.
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Frankfurt führt die Inzidenztabelle des Landes an. Hier wurden in der Vorwoche 1060 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner gemeldet. In ganz Deutschland gibt es nur drei Städte, in denen die Inzidenz noch höher liegt: in mehreren Stadtteilen Berlins, in Bremen und in Delmenhorst. Obwohl die Omikron-Variante des Coronavirus zu vielen Ansteckungen führt, schlägt sich die Belastung noch nicht in den hessischen Krankenhäusern nieder. Weder bei der Zahl der Infektionen bei Neuaufnahmen in den Kliniken noch bei der Belegung der Intensivbetten durch Covid-19-Patienten ist ein Anstieg zu bemerken.

Mit der ständig steigenden Zahl der Neuinfektionen wächst auch die Wahrscheinlichkeit, im eigenen Umfeld von einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu erfahren. Ein roter Risikohinweis in der Corona-Warn-App sollte unmittelbar zu einem Selbsttest führen – oder in ein Testcenter. Wenn einer dieser Tests positiv ausfällt, besteht Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test, allerdings werden sie nicht von allen privaten Teststationen angeboten.

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) bietet in ihren Testcentern die PCR-Tests in drei Fällen sofort an: wenn man Krankheitssymptome hat, einen roten Hinweis in der Corona-Warn-App oder eine Testaufforderung vom Gesundheitsamt, weil man als Kontaktperson eines Infizierten gilt. In den Testcentern an der Uniklinik und an der Messe kann man dann ohne Anmeldung montags bis freitags zwischen 9 und 13 Uhr erscheinen, in Offenbach dienstags bis freitags zur gleichen Zeit. Die Labore, die mit der KVH zusammenarbeiten, sind allerdings derzeit mit 1800 PCR-Tests am Tag fast ausgelastet. Zum Vergleich: Vor einem Monat wurden dort nur etwa 500 PCR-Tests benötigt. Allerdings soll in Kürze die Kapazität aufgestockt werden, kündigt ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung an.

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Bis das Ergebnis eines solchen Tests vorliegt, soll man sich zu Hause aufhalten und Kontakte zu anderen meiden. Fällt er positiv aus, soll man sich zehn Tage zu Hause isolieren, selbst wenn keine Symptome vorliegen. Das bedeutet, man darf das Haus nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Für Haushaltsangehörige gilt eine Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Option auf Freitestung nach sieben Tagen mittels PCR- oder Antigen-Schnelltest. Ausgenommen von der Quarantäne sind Haushaltsangehörige, die dreifach geimpft sind oder innerhalb der letzten drei Monate genesen oder zum zweiten Mal geimpft oder nach vorangehender Infektion innerhalb der letzten drei Monate erstmalig geimpft sind. Kinder und Jugendliche in Kitas oder Schulen können die Quarantäne noch weiter verkürzen, wenn frühestens fünf Tage nach dem letzten Kontakt ein Antigen-Schnelltest durchgeführt wird und das Ergebnis negativ ausfällt.

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Jeder Infizierte wird vom Gesundheitsamt mit einem Standardbrief angeschrieben, allerdings kann die Kontaktaufnahme aufgrund der hohen Fallzahlen etwas dauern. Dem Gesundheitsamt ist es derzeit nicht möglich, jede positiv getestete Person auch telefonisch zu kontaktieren. Die Quarantäneregeln sind im Einzelnen nachzulesen unter frankfurt.de/corona/quarantaene.

Quelle: mg.
Monika Ganster- Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Monika Ganster
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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