Neubaugebiet in Frankfurt

Schönhof-Viertel gilt als Vorzeigeprojekt der Stadtentwicklung

Von Günter Murr
31.07.2022
, 11:03
Vogelperspektive: Das Schönhof-Viertel wächst zwischen Rödelheimer Landstraße (links) und City-West.
2000 Wohnungen entstehen auf dem ehemaligen Siemens-Areal an der Rödelheimer Landstraße in Frankfurt. In einer Ausstellung im Planungsdezernat wird das Schönhof-Viertel als vorbildlich gewürdigt. Über ein anderes, umstrittenes Projekt wird noch diskutiert.
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Mit dem Programm „Großer Frankfurter Bogen“ (GFB) will die Landesregierung den Bau von Wohnungen dort fördern, wo sie besonders dringend benötigt werden: in den Großstädten Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Darmstadt sowie in kleineren Gemeinden dazwischen. Ein Sommerprogramm unter dem Motto „Wohnen zusammen erleben“ soll zeigen, welche Fortschritte seit dem Start des Programms im Jahr 2020 erzielt wurden. Dazu zählt eine Ausstellung zum Schönhof-Viertel, die nun eröffnet wurde.

Auf einer ehemaligen gewerblich genutzten Fläche in der Nähe des Westbahnhofs errichten die Unternehmen Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (NHW) und Instone rund 2000 Wohnungen, darunter rund 600 geförderte, sowie eine Grundschule, mehrere Kitas und Nahversorger. Es ist das derzeit größte Wohnungsbauprojekt in Hessen.

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2015 haben die Entwickler das Grundstück von Siemens gekauft, vor wenigen Wochen wurde mit dem Bau begonnen. „Manchmal dauert es länger, aber dem Ergebnis tut es gut“, sagte NHW-Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer bei der Ausstellungseröffnung. „Wir wollen kein Quartier wie in den Fünfzigerjahren bauen, wo ein Block aussieht wie der andere.“ Man arbeite mit verschiedenen Architekten, die in Wettbewerben ermittelt wurden.

„Wohnen in den neuen Zwanzigern?“

Wirtschaftsstaatssekretär Jens Deutschendorf (Grüne) bezeichnete das Projekt als „gelungenes Beispiel für moderne Stadtentwicklung“ und würdigte unter anderem die Konzepte für eine klimafreundliche Mobilität sowie die soziale Infrastruktur. Es gehe nicht nur um „Bauen, bauen, bauen“, sondern auch um Qualität. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) bezeichnete das Projekt als vorbildlich und stellte die Lage heraus: zen­tral und gleichzeitig im Grünen. Die Ausstellung im Atrium des Planungsdezernats (Kurt-Schumacher-Straße 10) kann bis zum 1. September von Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 18 Uhr besucht werden, der Eintritt ist frei.

Während im Schönhof-Viertel schon die Bagger rollen, ist ein anderes Projekt noch im Planungsstadium. Die Stadtentwicklungsmaßnahme Frankfurt Nordwest, also die umstrittene Bebauung an der A 5 zwischen Frankfurt und Steinbach, ist am Freitag eines von mehreren Themen einer Veranstaltung auf dem Platz vor dem Historischen Museum. Ab 16.15 Uhr werden die Pläne vorgestellt. Unter dem Motto „Wohnen in den neuen Zwanzigern?“ stehen von 16 bis 22 Uhr Vorträge und Diskussionsrunden, aber auch unterhaltsame Elemente auf dem Programm. So ist zum Beispiel der Youtuber Josef Bogatzki zu Gast, der als „TheJoCraft“ gemeinsam mit dem Architekturmuseum das Projekt „Wohnregion“ betreut. In diesem stellen sich Kinder und Jugendliche mithilfe des Computerspiels „Minecraft“ den herausfordernden Fragestellungen der Stadtplanung. Zum Abschluss des Abends wird der Film „Raumstadt Nordweststadt“ gezeigt, der die große Stadterweiterung der Sechzigerjahre dokumentiert. Details zum Programm sind unter www.stadtplanungsamt-frankfurt.de zu finden.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Murr, Günter
Günter Murr
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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