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Krise allerorten

Von Florian Balke
24.10.2021
, 20:17
Mit dem Friedenspreis geehrt: Tsitsi Dangarembga (l.) mit ihrer Laudatorin Auma Obama in der Frankfurter Paulskirche
Weniger Aussteller, weniger Programm und Streit um rechte Verlage. Die Buchmesse im 3G-Modus konnte nur ein kleineres Publikum begeistern.
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Ob es im Oktober 2022 eine Frankfurter Buchmesse gibt, die man boykottieren kann, weil ein rechter Verlag Gelegenheit hatte, einen Standplatz zu erwerben, ist alles andere als sicher. Zwar könnte man meinen, die Aussichten auf den Fortbestand der bedeutendsten Bücherschau des internationalen Literaturbetriebs stünden nicht schlecht. Aussteller und Besucher sind nach der in digitale Weiten umgezogenen Pandemiemesse des Vorjahrs zumindest zum Teil auf das Messegelände zurückgekehrt. Und wenigstens am Samstag wären die Leser vermutlich auch in größerer Zahl erschienen, als das Frankfurter Gesundheitsamt es ihnen zuvor gestattet hatte. Auch bei den Verlagen aus Deutschland und dem Ausland, die den Sprung nach Frankfurt gewagt hatten, war vielfach zu hören, wie gut es sei, einander wiederzusehen.

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Dennoch sind die Zahlen enttäuschend und werden bei potentiellen Ausstellern nicht unbedingt zu mehr Vertrauen in das Messewagnis führen. Zumal ein Jahr eine lange Zeit ist, in der viel dazwischenkommen kann. Weniger Subventionen vom Bund, eine neue Variante des Virus, vor allem aber das Verfehlen von Aussteller- und Besucherzahlen, die für jene kritische Masse sorgen, die erst weitere Teilnehmer anzieht.

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Quelle: F.A.Z.
Florian Balke - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Florian Balke
Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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