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Bilanz der Fahrradstaffel

Viele Autos abgeschleppt

Von Mechthild Harting
Aktualisiert am 04.06.2020
 - 06:59
Ein halbes Jahr im Einsatz: die Frankfurter Fahrradstaffel der Polizei
Die neue Frankfurter Fahrradstaffel zieht nach einem halben Jahr eine erste Bilanz. Nicht nur Autofahrer wurden auf ihr Fehlverhalten hingewiesen und zur Kasse gebeten.

Die Anfang Dezember neu gegründete Fahrradstaffel der Verkehrspolizei hat in den vergangenen Monaten nicht nur Knöllchen an Autofahrer verteilt, sondern auch das Fehlverhalten einiger Radfahrer geahndet. Das Straßenverkehrsamt zieht nun erstmals Bilanz und teilt mit, dass die zehn Mitarbeiter in den ersten sechs Monaten insgesamt 412 Radfahrer angehalten, ermahnt und Bußgelder verhängt haben. Häufig waren die Radler bei Rot über Ampeln gefahren.

Gegründet worden ist die Staffel vor allem, um gegen Falschparker auf Radwegen vorzugehen. „Es ist ein altes Problem, dass in Frankfurt die Fahrradwege zugeparkt werden“, hatte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) im Dezember gesagt, als er die Staffel vorgestellt hatte. Knapp 14.000 Verwarngelder hat die Staffel im ersten Halbjahr ihres Bestehens verhängt. 1075 Autos wurden abgeschleppt, weil sie auf Radwegen abgestellt worden waren. 815 Verkehrsteilnehmer haben nach Angaben des Straßenverkehrsamtes die Flucht ergriffen, als sie die städtischen Mitarbeiter heranradeln gesehen haben. In 637 Fällen sind Aufklärungsgespräche geführt worden. Die Staffel hat insgesamt mehr als 8000 Kilometer auf ihren Fahrrädern zurückgelegt.

Mitarbeiter sind „hochmotiviert“

Nach Angaben von Rainer Michaelis vom Straßenverkehrsamt, der Chef der städtischen Verkehrspolizei und der neuen Fahrradstaffel ist, wären noch mehr Bußgelder und Verwarnungen verhängt worden, wenn die Corona-Krise nicht dazwischengekommen wäre. Dadurch habe das Personal vorübergehend reduziert werden müssen.

Oesterling wertet den Einsatz der Staffel dennoch als Erfolg und lobte die Mitarbeiter. Sie seien „hochmotiviert“. Das Besondere sei, dass sie, da sie den Blickwinkel das Radfahrers hätten, immer die richtigen Argumente anführen könnten, „wenn es darum geht, nicht nur eine Verwarnung auszusprechen, sondern aufzuklären, warum das Parken auf Radwegen oder Radstreifen oder dort, wo die Wege auf die Straße münden, absolut nicht akzeptabel ist“.

Die Mitarbeiter sind mit ihren Elektrofahrrädern vor allem in der Innenstadt unterwegs. Die Einrichtung der Fahrradstaffel war Teil des Beschlusses der Stadtverordneten aus dem August 2019 zur „Fahrradstadt Frankfurt“. Oesterling zufolge kommt die Staffel bei den Radfahrern, aber auch bei Fußgängern gut an. Das sei nachvollziehbar, so der Stadtrat. Denn Verstöße im sogenannten ruhenden Verkehr, also beim Parken, würden in aller Regel zu Lasten dieser beiden Gruppen an Verkehrsteilnehmern gehen. Sie sind nach Sicht von Oesterling im Vergleich zu den Autofahrern die „eindeutig Schwächeren“.

Quelle: F.A.Z.
Mechthild Harting - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Mechthild Harting
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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