Großprojekt in Frankfurt

Skyliners wollen selbst eine Multifunktionsarena bauen

Von Rainer Schulze
Aktualisiert am 16.09.2020
 - 14:26
Netzen vielleicht in Zukunft am Kaiserlei ein: Frankfurt Skyliners, hier eine Szene aus einem Basketballspiel im Juni, am Ball Lamont Jones
Der Frankfurter Basketballverein Fraport Skyliners will am Kaiserlei eine Mehrzweckhalle errichten. Zuvor war die Ausschreibung der Stadt für das Großprojekt gescheitert.

Da die öffentliche Ausschreibung für den Bau einer Multifunktionsarena gescheitert ist, bietet der Frankfurter Basketballverein Skyliners der Stadt an, die Halle auf dem Grundstück am Kaiserlei selbst zu errichten und zu betreiben. „Wir werden der Stadt Frankfurt ein Angebot vorlegen, in dem wir aufzeigen, wie der Bau der Multifunktionsarena am Kaiserlei auf Basis der bestehenden Ausschreibung gegebenenfalls doch noch realisiert werden kann“, sagte Gunnar Wöbke, Geschäftsführer der Fraport Skyliners.

Unterstützt werde sein Verein von einem „Club der Freunde“, zu dem auch namhafte Unternehmer wie der frühere Wisag-Chef Claus Wisser gehören. „Frankfurt und die Frankfurter Kultur-, Event- und Sportszene brauchen die Multifunktionsarena. Ich kann mir nichts Besseres vorstellen, als dass diese durch Frankfurter für Frankfurt(er) ermöglicht wird“, teilt Wöbke mit.

Für bis zu 13.000 Zuschauer

Die Stadt hatte europaweit den Bau einer Halle ausgeschrieben, die bis zu 13.000 Zuschauer fassen sollte und in der die Spiele des Basketball-Bundesligisten und des Eishockeyvereins Löwen sowie Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden sollten. Weil kein Angebot die Kriterien der Stadt erfüllte, hat Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) am Dienstag die Ausschreibung für beendet erklärt.

Nach Angaben seiner Büroleiterin sei es nicht sinnvoll, eine neue Ausschreibung zu starten. Sie sieht aber die Möglichkeit, das Grundstück, das der Stadt und der stadtnahen Stiftung Almosenkasten gehört, in Erbpacht direkt zu vergeben.

Quelle: FAZ.NET
Rainer Schulze - Portraitaufnahme für das Blaue Buch
Rainer Schulze
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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