FAZ plus ArtikelLandwirtschaft in Hessen

Haferdrinks boomen, Hafer nicht

Von Thorsten Winter
22.04.2020
, 11:00
Vielfältig verwendbar: Hafer, hier bei Sonnenaufgang
Verbraucher greifen in den letzten Jahren immer häufiger zu pflanzlichem Milchersatz. Der Anbau von Hafer ist für Hessens Landwirte dadurch nicht bedeutender geworden.
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Doch, es gibt sie noch: Die Gaststätten, die, wenn sie nicht gerade wegen des Virus geschlossen sind, nur Kuhmilch zum Kaffee anbieten. Haferdrinks oder andere pflanzliche Ersatzprodukte: Fehlanzeige. Allerdings greifen immer mehr Verbraucher zu Milchimitaten. Der Absatz ist 2019 in Deutschland um ein Drittel gestiegen, wie es vom Bauernverband unter Verweis auf die Marktforscher von Nielsen heißt. Das freut auch den südhessischen Anbieter Alnatura. Denn diese Lebensmittelkette bietet verschiedene Milchimitate an.

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Mittlerweile ist Milchersatz aus Pflanzen auch an Orten zu haben, die alles andere als ein Hipstercafé sind. So bot vor dem Ausbruch der Krise der Betreiber der Kaffeebar am Rande einer Frankfurter Tagung von Industriepark-Vertretern außer Kuhmilch mit 3,5 Prozent Fett, fettarmer Milch und laktosefreier Milch auch gleich noch drei ganz andere Produkte an: Drinks aus Hafer, aus Soja und aus Quinoa, der auch Reismelde genannten Kulturpflanze, die Bauern seit Tausenden Jahren etwa in Südamerika anbauen. So mancher griff gerne zu. Die einen mögen normale Milch nicht, andere verzichten aus ethischen Gründen darauf, weil sie Milchviehwirtschaft fragwürdig finden. In solchen Fällen kommt ein Haferdrink gerade recht. Oder auch Flüssiges aus Mandeln oder Reis.

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Autorenporträt / Winter, Thorsten (thwi)
Thorsten Winter
Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.
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