FAZ plus ArtikelMondlandung 1969

Von Hessen hinaus ins Weltall

Von Luise Glaser-Lotz
11.07.2019
, 12:00
In wenigen Tagen jährt sich die erste Mondlandung zum 50. Mal. Bis heute gilt die Mission als Meilenstein der Ingenieurskunst. Zum Bordgepäck der Astronauten zählte damals auch der Werkstoff eines Unternehmens aus Hessen.

Als die amerikanischen Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins im Juli 1969 zur Mondmission aufbrachen, wussten sie nicht genau, wie weit ihre Reise sein würde. Damals gab es keine exakte Methode, um die Entfernung zwischen der Erde und ihrem Trabanten zu messen. Das sollte sich durch die Apollo-11-Mission ändern. Dass heute der variierende Abstand auf im Durchschnitt 384 .000 Kilometer beziffert werden kann, ist der Hanauer Firma Heraeus mit zu verdanken.

Die Kapazitäten von Apollo 11 waren ziemlich beschränkt. Deshalb war laut Heraeus-Sprecher Michael Schattenmann auch das „Wissenschaftspaket“ an Bord eher bescheiden. Nur drei Projekte hatte die Nasa ausgewählt, um sie auf der Mondoberfläche zu wissenschaftlichen Zwecken zu erproben. Es handelte sich um ein Sonnensegel, einen Seismographen zur Messung von Bodenbewegungen sowie einen Laserreflektor aus Quarzglas. Letzterer war dazu bestimmt, mit Hilfe eines von der Erde ausgesandten Laserstrahls die Entfernung zum Mond exakt zu bestimmen. Entwickelt wurde das System von dem amerikanischen Forscher James Feller von der Princeton University.

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Autorenporträt / Glaser-Lotz, Luise (lu.)
Luise Glaser-Lotz
Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Kinzig-Kreis.
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