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Heinrich-von-Gagern-Gymnasium

Humanistische Bildung am Tiergarten

Von Matthias Trautsch
 - 12:23

„Heinrich-von-Gagern-Gymnasium an der Bernhard-Grzimek-Allee“ - nicht nur für Fünftklässler ist die künftige Adresse der Schule eine orthographische Herausforderung. Mit der zum Jahreswechsel geplanten Umbenennung der Straße Am Tiergarten will die Stadt an den Tierforscher Bernhard Grzimek erinnern. Schulleiter Thomas Mausbach würde die alte Adresse - bei aller Wertschätzung für den früheren Direktor des benachbarten Zoos - aber lieber beibehalten: „Am Tiergarten - da weiß jeder gleich, wo das ist.“ Diese Zuordnung hat in der Vergangenheit einiges erleichtert, denn die meisten Schüler kommen nicht aus dem umliegenden Ostend, sondern aus anderen Stadtteilen und Nachbarkommunen. Viele Eltern wählen das Gymnasium aufgrund seines Rufes als traditionelle humanistische Bildungsstätte.

Neben dem Lessing-Gymnasium ist das „Gagern“ die einzige Schule in Frankfurt, in der alle Kinder von der fünften Klasse an Latein lernen. Das ist so seit 1888, als das damalige Kaiser-Friedrichs-Gymnasium eröffnet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Schule dann den Namen des Präsidenten des Paulskirchenparlaments, Heinrich von Gagern. Als zwar altsprachliches, aber trotzdem modernes Gymnasium sieht Rektor Mausbach seine Schule. So werden Englischkenntnisse, die viele Kinder schon in der Grundschule erworben haben, in der fünften Klasse vertieft. Der für alle verbindliche Kurs bereitet überdies auf den Beginn des regulären Englischunterrichts in der sechsten Klasse vor. Fortgesetzt wird die Englisch-Förderung gegen Ende der Mittelstufe: Dann tritt an die Stelle des herkömmlichen Sprachunterrichts das auf Englisch gehaltene Fach „Politik und Wirtschaft“.

Raum für sportliche Betätigung ist am „Gagern“ reichlich vorhanden: Die neue Turnhalle bietet auf zwei Stockwerken unter anderem eine Kletterwand. Eine Mensa fehlt zwar noch, doch die Schüler können in einer nahe gelegenen Vereinsgaststätte zu Mittag essen. Prunkstück des Schulgebäudes ist die historische Aula, die für Konzerte - etwa mit einem der drei sinfonisch besetzten Schulorchester - und Theateraufführungen ein festliches Ambiente bietet.

Quelle: F.A.Z., 19.12.2007, Nr. 295 / Seite 44
Matthias Trautsch
Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.
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