FAZ plus ArtikelSpätfrost und Spekulationen

Preis für Raps auf Rekordhoch

Von Bernhard Biener
04.05.2021
, 11:13
Auch in Hessen hat das Wetter Auswirkungen auf den Anbau der Nutzpflanze. Dieses Jahr könnten Frostnächte dem Raps schaden.

Nach ungewöhnlich vielen kalten Nächten öffnen sich die gelben Blüten in diesem Jahr mit Verzögerung. Erst seit wenigen Tagen zeigt die Landschaft das für die Jahreszeit typisch gewordene Bild mit leuchtend gelben Rapsfeldern. In den höher gelegenen Gegenden und in Nordhessen lässt die Rapsblüte jedoch noch auf sich warten. Den Grund hat der Präsident des Hessischen Bauernverbands, Karsten Schmal, am Montagmorgen in Form von Reif von seinen Autoscheiben gekratzt. „Am Edersee waren es minus drei Grad.“ Bei den verbreitet frostigen Temperaturen herrsche Stillstand in der Natur. Einige Tage mit warmem Regen könnten das allerdings schnell ändern, sagte Schmal bei einem Gespräch des Bauernverbands zur Rapsblüte im Bad Homburger Stadtteil Ober-Erlenbach.

Warmer Regen würde derzeit auch im übertragenen Sinn auf die Bauern niedergehen, die Raps anbauen. Seit Monaten sei der Preis im Aufwind und habe mehr als 500 Euro je Tonne erreicht, sagte Schmal. 2019 habe er noch bei 350 Euro gelegen. Allerdings könnten die meisten Landwirte den Preis nicht erzielen, weil sie ihre Ware längst verkauft hätten. Der Vorsitzende der Hessischen Erzeugerorganisation für Raps, Ernst Winfried Döhne, sprach gar von einem Allzeithoch.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Biener, Bernhard
Bernhard Biener
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.
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