Heute in Rhein-Main

Das einfache asiatische Erfolgsrezept

Von Carsten Knop
Aktualisiert am 01.12.2020
 - 20:42
Alltäglich in Corona-Zeiten: Menschen mit einer Mund-Nase-Bedeckung
Lassen sich die Erfolgsrezepte der asiatischen Staaten im Kampf gegen die Corona-Pandemie kopieren? Die einen fordern Hybridunterricht, andere wollen ihn verhindern. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

Guten Abend!
Während bei uns die zweite Corona-Welle wütet, stehen asiatische Staaten deutlich besser da. Viele fragen sich deshalb: Lassen sich die Erfolgsrezepte kopieren? Unser Kollege Alexander Jürgs versucht, diese Frage zu beantworten. Sehr schnell stößt man auf deutsche Datenschutz-Vorgaben und -Ansprüche, die die Corona-Warn-App zu einem „zahnlosen Tiger“ gemacht haben, wie es der bayerische Ministerpräsident Markus Söder formuliert hat. Aber Jürgs findet auch hessische Politiker, die das Datenschutz-Thema für vorgeschoben halten. Letztlich kommt es wohl doch auf das Verhalten der Menschen selbst an. Und Asien hat eben auch eine viel längere Tradition, Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. Trotz aller Fortschritte in den vergangenen Wochen kann auch die Rhein-Main-Region da noch nachlegen.

Hinzu kommt natürlich auch, dass wir (zum Glück) in einer Gesellschaft leben, die sich nicht (mehr) so einfach mit Anordnungen von oben abfinden mag, und solche entweder ablehnt oder – interessanterweise – laut nach ihnen ruft, wenn klare Ansagen ausbleiben. Während also die allermeisten der rund 100.000 Frankfurter Schüler zum Wochenauftakt mit Maske und ohne Abstand im Klassenzimmer saßen, zogen rund 300 durch die Innenstadt und fordern Hybrid-Unterricht – verbal flankiert von Linkspartei und Lehrergewerkschaften. Am selben Abend bat eine Mutter die Bildungspolitiker der Stadt im entsprechenden Ausschuss eindringlich: „Bitte kein Wechselmodell!“. Tja, wer in diesen Monaten in Funktionen steckt, in denen Dinge entschieden werden müssen, war und ist nicht zu beneiden. Florentine Fritzen kommentiert, was Frankfurter Schulen aus allem dennoch lernen können.

Als ich noch in der Schule war, haben wir von Dortmund aus sogar eine Stufenfahrt unternommen, um einmal das Senckenberg-Museum zu besuchen. Nun war ich immer geschichtlich interessiert und habe am selben Tag versucht, vor allem noch der Paulskirche einen Besuch abzustatten, aber wer wollte verhehlen, dass das Senckenberg eine Frankfurter Institution ist: Und mit Brigitte Franzen, die sich jetzt als neue Direktorin des Museums vorgestellt hat, zieht eine ausgewiesene Kunst- und Kulturwissenschaftlerin ins Leitungsteam des Frankfurter Standorts ein. In Zusammenarbeit mit Sozial- und Geisteswissenschaften und der Kunst könne Senckenberg ganzheitlicher in den Austausch und die Kommunikation mit der Gesellschaft eintreten, ist eine mit ihr verbundene Hoffnung, von der Eva-Maria Magel berichtet. Klingt gut, erinnert mich ein wenig an damals. Toi, toi, toi.

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Die Kinderbuchautorin Kirsten Fuchs liest am Sonntag, 6. Dezember, aus ihrem neuen Buch „Der Miesepups auf dem Mond“. Die neunzigminütige Veranstaltung wird direkt ins heimische Wohnzimmer übertragen, da sie wegen der Corona-Lage nur digital angeboten wird. Die Zuhörer können Kerstin Fuchs im Anschluss an die Lesung Fragen stellen – etwa wieso der „Miesepups“, der schlechtgelaunte Hauptcharakter ihrer Bücher, so grummelig ist und wie es der Autorin gelingt, die Leser trotzdem zum Lachen zu bringen. Beginn ist um 15 Uhr. Zugänge können unter der Internetadresse veranstaltungen.faz.net für fünf Euro je Person erworben werden.

Und außerdem haben Schneefall und glatte Straßen in der Früh auf Hessens Straßen für Chaos gesorgt. Es kam zu zahlreichen Unfällen, mehrere Menschen verletzten sich, manche von ihnen schwer +++ wird die Landebahn Nordwest des Flughafen Frankfurt vom 14. Dezember an noch einmal befristet aus dem Flugbetrieb genommen +++ sind das Mainzer Biontech-Unternehmen Biontech und sein amerikanischer Partner Pfizer der Zulassung ihres Corona-Impfstoffes noch in diesem Jahr einen weiteren Schritt näher gekommen. Wie Biontech am Dienstag mitteilte, haben die Unternehmen bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA einen Antrag auf eine bedingte Marktzulassung eingereicht.

Viele Grüße aus der Redaktion,

Ihr Carsten Knop

Das Wetter für Mittwoch

Grau in grau mit Nebel oder dichten Wolken. Ab und zu nieselt es bei maximal 4 Grad, in der Nacht bei um 0 Grad Schneegriesel.

Geburtstag haben am Mittwoch, 2. Dezember
Hans Rüger, ehemaliger Landrat sowie Ehrenvorsitzender der CDU Main-Kinzig (95); Nikolaus Schweickart, Vorsitzender der Administration des Städelschen Kunstinstituts, Frankfurt, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Altana AG, Bad Homburg (77); Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, Frankfurt, ehemaliger Bundesverteidigungsminister (SPD) (73); Thomas Cremer, in Frankfurt lebender Schlagzeuger, Mitbegründer der Frankfurt Jazz Big Band sowie der Jazzinitiative Frankfurt (72); Daniel Gahr, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Mainz AG (50).

Quelle: FAZ.NET
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