Heute in Rhein-Main

Papierkrise bereitet Buchbranche Sorgen

Von Marie Lisa Kehler
18.10.2021
, 20:53
Knappes Gut:  Ein Drucker wechselt Papierrollen für den Buchdruck in einer Druckmaschine in der Druckerei CPI Clausen & Bosse.
Die Universitäten sind wieder belebter: Die Goethe-Universität in Frankfurt kehrt beispielsweise zur Präsenzlehre zurück. Und die Buchmesse sorgt auch für Leben in der Stadt. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
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Guten Abend,schön, dass Sie diesen Newsletter abonniert haben und sogar lesen. Aber bei aller Liebe: Ausdrucken müssen Sie ihn nun wirklich nicht. Wir stecken schließlich mitten in einer Papierkrise. Viele Papierproduzenten haben umgesattelt. Weil täglich weltweit Millionen Pakete hin und her geschickt werden, lohnt es sich, in die Verpackungsindustrie zu investieren. Material für die Buchdruckereien wird dadurch immer mehr zur Mangelware.

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Pünktlich zum Beginn der Buchmesse hat sich unser Autor Alexander Jürgs bei verschiedenen Buchhändlern in Frankfurt umgehört, um zu erfahren, wie sie die Corona-Monate überstanden haben und vor welchen Herausforderungen sie aktuell stehen. Schließlich gilt auch hier der Satz: Nach der Krise ist vor der Krise. Fest steht: In der Krise wurde wieder mehr gelesen. Die Menschen hatten Zeit und Muße. Das hat den Buchhändlern geholfen. Viele haben schon im ersten Lockdown eine Art Bücher-Lieferdienst aufgebaut und sind sogar mit dem Fahrrad zu ihren Kunden gefahren. Kreative Problemlösungen waren gefordert. Wieso aktuell aber nicht nur der Papierengpass, sondern auch der Brexit der Branche zu schaffen macht, lesen Sie morgen in der F.A.Z (die es übrigens auch als ePaper oder in ebenfalls digitaler Form als Multimedia-Ausgabe gibt – falls Sie Papier sparen wollen).

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Präsenzlehre an der Uni

Von Krisen wollen die Studierenden, die seit Montag wieder in die Hörsäle der Hochschulen zurückkehren dürfen, vorerst nichts mehr wissen. Sie wollen endlich das erleben, was viele nur aus Erzählungen kennen. Sie wollen sich beim Diskutieren in die Augen schauen, in Kommilitonen Freunde finden, nach der Vorlesung gemeinsam in die Mensa gehen, die nächste WG-Party planen. All das war in den vergangenen Monaten nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Seit Montag aber ist eine Rückkehr in die Hörsäle für viele wieder möglich – wenn auch unter strengen Auflagen. Und die unterscheiden sich von Uni-Standort zu Uni-Standort.

An der Goethe-Universität in Frankfurt kontrolliert Sicherheitspersonal, ob das Gebäude betreten werden darf. Rein kommt unter anderem nur, wer genesen oder geimpft ist oder einen aktuellen Negativ-Test vorlegen kann. F.A.Z.-Redakteur Sascha Zoske hat sich unter den Studenten umgehört, wie es sich anfühlt, gemeinsam in einem Raum zu lernen und die Vorlesung von Bernd Skieras besucht. Der Wirtschaftsprofessor will in den nächsten Wochen ein Lehrmodell in Präsenz erproben, das er in der Online-Phase zu schätzen gelernt hat.

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Corona, so scheint es, dient als Begründung und Ausrede für so ziemlich alles. Dass der Attraktivitätsfaktor in den Innenstädten aber schon vor Pandemie-Beginn gelitten hat, wird oft ignoriert. Leer stehende Läden gab es definitiv auch schon vor dem Frühjahr 2020. Und auch die Klagen der Einzelhändler über den Online-Handel war schon vor einigen Jahren laut zu vernehmen. Die Stadt Hanau möchte nicht länger im Mecker-Modus verharren. Handeln ist angesagt. Mit kreativen Konzepten und Tatendrang soll die Innenstadt wieder belebt werden. Die Stadt sucht nach „Komplizen“, also Menschen, die bei der Stärkung der Innenstadtstrukturen mithelfen.

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An sie richtet sich das Programm „Hanau aufLADEN“. Märkte, Veranstaltungen und Kleinkunst sollen Kunden in die Stadt locken. Dafür setzt sich die Hanau Marketing GmbH ein. Außerdem sollen Pop-up-Läden entstehen. Die Stadt will mutige Geschäftsleute bei der Ladensuche, der Miete und bei Marketingaktionen unterstützen. So sollen die Unternehmer erst einmal einige Monate ihre Ideen ausprobieren können. Werden diese von den Kunden angenommen, kann nach einer Immobilie zur langfristigen Vermietung gesucht werden. So soll die Innenstadt belebt und das Angebot erweitert werden. Dafür ist die Stadt auch bereit zu investieren – etwa in Immobilien im Zentrum. Der Wandel, zumindest lautet so der Plan, kann so ein bisschen besser kontrolliert und gezielter gefördert werden. „Wir sind nicht auf Profit aus. Im Einzelfall reicht uns immer die schwarze Null“, sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) im Gespräch mit unserer Autorin Luise Glaser-Lotz.

Und außerdem ist der Buchpreis verliehen worden +++ reagiert die Frankfurter SPD auf den Vorwurf, ein Kandidat aus ihren Reihen habe bei der Kommunalwahl zum Briefwahlbetrug angestiftet +++ haben die Arbeiten am Bahnübergang Nied

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Bleiben Sie gesund,

Marie Lisa Kehler

Das Wetter für Dienstag

Es ziehen dichte Wolken und etwas Regen durch die Region. Die Temperaturen erreichen maximal 15 Grad. Nachts um 8 Grad.

Geburtstag haben am

Dienstag, 19. Oktober

Winfried Ottmann (CDU), hauptamtlicher Kreisbeigeordneter des Main-Kinzig-Kreises (68); Peter Goldschmidt, Vorstandsvorsitzender der Stada Arzneimittel AG, Bad Vilbel (57); Dirk Hofmann (CDU), Erster Stadtrat der Stadt Kelkheim (50); Björn Jager, Leiter des Hessischen Literaturforums im Mousonturm, Frankfurt (40).

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Kehler, Marie-Lisa
Marie Lisa Kehler
Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
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