Heute in Rhein-Main

Teure Müllentsorgung

Von Manfred Köhler
14.10.2021
, 21:00
Bei Opel in Rüsselsheim kehrt keine Ruhe ein.
Bei Opel in Rüsselsheim herrscht weiter Unruhe. Im Rheingau-Taunus-Kreis soll die Müllentsorgung erheblich teurer werden. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
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Guten Abend,
man hätte denken können, jetzt, wo Opel nach vielen Jahren des Verlusts wieder Geld verdient, kehre Ruhe ein bei dem Autohersteller in Rüsselsheim. Aber weit gefehlt. Es wird weiter Druck gemacht, Gerüchte wabern durchs Unternehmen, nahezu jeden Tag ist Opel gut für eine neue Schlagzeile. Zuletzt hieß es am Mittwoch, Beschäftigten im Entwicklungszentrum sei ein Arbeitsplatzwechsel nahegelegt und unter Verweis auf die Kosten mit einer Verlagerung der Aufgaben nach Marokko gedroht worden. Zwei Möglichkeiten gibt es: 1. Das Management bringt Ruhe in den Betrieb, durch präzise Kommunikation mit der Belegschaft vor allem, 2. man appelliert an die Belegschaft, von der ganzen Unruhe doch bitte niemandem zu erzählen. Bei Opel hat man sich für die zweite Möglichkeit entschieden. Geschäftsleitung und Betriebsrat rufen die Belegschaft zur Zurückhaltung im Umgang mit Informationen aus dem Unternehmen in der Öffentlichkeit auf. Hilflos, das.

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Auch nicht recht überzeugend: Im Rheingau-Taunus-Kreis sollen die Gebühren für die Müllentsorgung extrem steigen, so werden für die Leerung der verbreiteten 120-Liter-Tonne demnächst monatlich 4,46 Euro mehr und damit 13,10 Euro fällig. Zum ersten Mal würden die Kosten der Entsorgung wirklich umgelegt, heißt es. Oliver Bock, unser Korrespondent für diesen Landkreis, beklagt in seinem Kommentar die mangelnde Transparenz des kommunalen Eigenbetriebs und auch, dass die Öffentlichkeit erst informiert werden soll, wenn die neuen Preise hieb- und stichfest beschlossen sind. Klingt fast so, als hätte sich das Management dieses Eigenbetriebs mit den Damen und Herren bei Opel abgestimmt.

Vergleichsweise transparent geht es bei einem wichtigen Bauprojekt in Frankfurt zu: Das Hotel Intercontinental soll umgebaut und durch Anbauten erweitert werden. Bis Ende 2024 oder Anfang 2025 ist es erst einmal geschlossen, im Anbau an der Südseite, also zum Main hin, sollen unter anderem 70 Wohnungen untergebracht werden. Ganz einfach ist das nicht, Anwohner beklagen, dass dafür Bäume gefällt werden müssten. Aber es klingt nach einem durchstrukturierten Prozess mit Einbindung wichtiger Beteiligter. Soweit sind andere, siehe oben, noch nicht.

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Und außerdem will die Deutsche Bahn noch in diesem Jahr für den ersten Abschnitt der geplanten Schnellfahrstrecke von Frankfurt nach Mannheim einen Antrag auf Planfeststellung stellen +++ zeigt die Künstlerin Kara Walker in der Schirn einen Überblick über fast drei Jahrzehnte ihres zeichnerischen Schaffens +++ hat das Frankfurter Ordnungsamt ein Restaurant im Bahnhofsviertel wegen eklatanter Hygienemängel vorläufig geschlossen – Details lassen wir hier mal weg.

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Einen angenehmen Abend wünscht Ihnen

Ihr Manfred Köhler

Der Tipp zum Wochenende
Ihr Ferienhaus im Rheingau hat die Familie Brentano einst zu einem der Zentren der Rheinromantik gemacht. Heute beherbergt es mit dem „Allendorf im Brentanohaus“ ein ebenso klassisches wie modernes Weinlokal. Geboten wird dort „regionale Rheingauer Sonntagsküche mit mediterranem Einfluss“. Und dazu gibt es natürlich Weine aus dem Rheingau, die bekanntermaßen schon den alten Goethe begeistert haben. Einer auf der Karte ist sogar nach dem Dichterfürsten benannt: Der Goethewein wächst direkt vor dem Haus und ist ein typischer Rheingauer Riesling.

„Allendorf im Brentanohaus“, Am Lindenplatz 2, Oestrich-Winkel, Telefon 0 67 23 / 8 85 40 70, Internet www.allendorf.de.

Das Wetter für Freitag

Morgens Nebel, der mittags von dichteren Wolken und Schauern abgelöst wird. Dazu maximal 15 Grad. Nachts Werte um 5 Grad.

Geburtstag haben

am Freitag

Günther Oettinger, Präsident der EBS-Universität für Wirtschaft und Recht, Wiesbaden (68); Jo Schindler, Geschäftsführer der Sportagentur Motion Events GmbH, Renndirektor des Frankfurt-Marathons (62); Gert-Uwe Mende (SPD), Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden (59); Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (58); Kirsten Leuenroth, Frankfurter Galeristin (53); Bernd Breiter, Organisator des Musikfestivals World Club Dome, Frankfurt (51); Niko Kovac, ehemaliger Trainer bei Eintracht Frankfurt (50);

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am Samstag

Hans Friderichs (FDP), früherer Vorstandssprecher der Dresdner Bank AG, ehemaliger Bundeswirtschaftsminister, Ehrenbürger der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (90); Günter Seidenschwann, Vorsitzender der Wetterauischen Gesellschaft, Hanau (72); Mirek Macke, Gründer und Vorsitzender des Frankfurter Kunstvereins Familie Montez (62); Karl von Rohr, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank AG, Frankfurt (56); Armin Niedenthal, Vorstand der Bauverein AG, Darmstadt (52); Thomas Sobotzik, Geschäftsführer beim OFC Kickers Offenbach (47); Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Frankfurt (44);

am Sonntag

Jürgen Weber, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Lufthansa AG, Frankfurt (80); Klaus Kirchberger, Vorsitzender der Geschäftsführung der OFB Projektentwicklung GmbH, Frankfurt (64); Heinrich Donatus Landgraf von Hessen, Oberhaupt des Hauses Hessen, Vorstandsvorsitzender der Familienstiftung Hessische Hausstiftung, Kronberg (55).

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Köhler, Manfred
Manfred Köhler
Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.
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