FAZ plus ArtikelDebatte über Homeoffice

„Eine Maschine kann man nicht mit nach Hause nehmen“

Von Falk Heunemann, Frankfurt
22.01.2021
, 11:04
Können noch mehr Mitarbeiter ins Homeoffice? Beim Frankfurter Ventileproduzenten Samson hält man diese Diskussionen für realitätsfremd. Zum Schutz der Mitarbeiter seien umfangreiche Maßnahmen ergriffen worden.

Die beiden Maschinen, die am Eingang der Werkshalle auf Holzpaletten liegen, sehen aus wie riesige Hupen: Oben verdickt, ein schmales Mittelteil, unten ein paar Öffnungen. Andreas Widl prüft die Öffnungen. „Das ist für Sauerstoff und flüssigen Stickstoff“, erkennt der Samson-Chef sofort. Diese Mega-Ventile, mehr als zwei Meter lang und Hunderte Kilogramm schwer, sind für Industrieanlagen vorgesehen. „Da sieht man schon, das kann man nicht einfach mit nach Hause nehmen.“

Rund 30 Mitarbeiter, sagt Widl, sind in der Halle mit der Montage von Großventilen beschäftigt, in einem Saal, in dem leicht zwei Handballspiele nebeneinander ausgetragen werden könnten, würden nicht überall Maschinen und Elektroschränke stehen sowie Kräne an der Decke hängen. Viele der Beschäftigten tragen Maske, manche auch nicht. „Das müssen sie aber auch nicht immer“, erläutert Widl. Wenn man alleine an seiner Maschine stehe, dürfe man sie abnehmen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Heunemann, Falk
Falk Heunemann
Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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