FAZ plus ArtikelInhaftierte Journalistin

Terrorismusvorwurf gegen Darmstädterin fallen gelassen

Von Alexander Jürgs
17.05.2022
, 17:38
Kundgebung in Darmstadt: Auf dem Friedensplatz solidarisieren sich Demonstranten mit der Journalistin Marlene Förster.
Die deutsche Botschaft und ein Anwalt konnten mit der Journalistin Marlene Förster, die im Irak festgenommen wurde, sprechen. Ihr werden nun Spionage und ein Verstoß gegen das Aufenthaltsrecht vorgeworfen.
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Der aus Darmstadt stammenden Journalistin Marlene Förster, die seit dem 20. April im Irak in einem Gefängnis des Geheimdienstes sitzt, wird keine Terrorismusunterstützung mehr vorgeworfen. In irakischen Medien hatte es geheißen, Förster sei festgenommen worden, da sie Terroristen im Sindschar-Gebirge, in dem hauptsächlich Jesiden leben, unterstützt habe. Doch dieser Vorwurf ist inzwischen, so die Mutter der Inhaftierten, „vom Tisch“.

Am Montag konnte eine Mitarbeiterin der deutschen Botschaft und ein irakischer Anwalt die Journalistin in der Bagdader Haftanstalt besuchen und mit ihr sprechen. Sie waren auch bei einer Anhörung der freiberuflichen Journalistin, die für das linke Magazin „Analyse & Kritik“ und kurdische Nachrichtendienste arbeitet, durch einen Haftrichter anwesend. Von der deutschen Botschaft erfuhr die Mutter von Marlene Förster, dass jetzt wegen zwei Vorwürfen gegen ihre Tochter ermittelt wird: Verstoß gegen das Aufenthaltsrecht und Spionage. „Was sich hinter dem Spionagevorwurf verbirgt, ist uns unklar“, sagt Försters Mutter.

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Autorenporträt / Jürgs, Alexander
Alexander Jürgs
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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