Blaulicht in Rhein-Main

Kind rettet sich vor Flammen – Raser demoliert Polizeiautos

04.05.2021
, 18:30
In Mittelhessen hat ein Raser auf der Flucht vor der Polizei drei Streifenwagen beschädigt. In Frankfurt konnte sich ein Kind aus einer brennenden Wohnung retten. Und dann brannte noch ein Reihenhaus.

Frankfurt Bei einem Wohnungsbrand in einem Frankfurter Hochhaus haben sich ein Kind und ein weiterer Bewohner unverletzt retten können. Das komplette Hochhaus sei am Dienstag evakuiert worden, teilte die Feuerwehr mit. Auch von den Menschen in den anderen Wohnungen sei niemand verletzt worden. Zunächst war das Feuer in einer Wohnung im siebten Geschoss ausgebrochen, in dem sich das Kind aufhielt. Das Feuer im Stadtteil Niederursel griff über die Fassade auf die Wohnung in der nächst höheren Etage über, auch dort konnte sich der Bewohner unverletzt retten. Die Ursache des Feuers war zunächst unklar. Weitere Informationen teilte die Feuerwehr nicht mit.

Gießen Ein 20 Jahre alter Autofahrer hat sich in der Nacht zum Dienstag in Mittelhessen eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Dabei seien drei Streifenwagen beschädigt worden und auch ein Hubschrauber zum Einsatz gekommen, wie die Polizei mitteilte. Der Mann hatte demnach bei einer Verkehrskontrolle in Gießen die Haltesignale ignoriert. Er raste daraufhin mit 120 Stundenkilometer durch die Innenstadt und ignorierte mehrere rote Ampeln. Laut der Polizei fuhr er später auf eine Bundesstraße, wo er versuchte die Einsatzkräfte abzudrängen und dabei einen anderen Polizeiwagen streifte. Kurz darauf kam es zu einer Kollision mit einem Funkwagen, bevor der Mann mit seinem Auto ein weiteres Polizeifahrzeug touchierte.

In Wetzlar habe der Fahrer dann abrupt angehalten. Er und zwei weitere Insassen seien daraufhin in unterschiedliche Richtungen geflüchtet, hieß es. Die Beamten konnten einen 18 Jahre alten mutmaßlichen Mitfahrer schnappen. Nach Polizeiangaben stellte sich der Fahrer am frühen Morgen auf einer Wache. Er sei aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre und deren Folgen geflüchtet, erklärte er demnach. Auf den Mann kommen nun Strafanzeigen wegen Straßenverkehrsgefährdung und Verkehrsunfallflucht zu.

Fuldabrück Beim Brand eines Reihenhauses in Fuldabrück (Landkreis Kassel) ist in der Nacht zu Dienstag ein Schaden von etwa 300.000 Euro entstanden. Das in dem Haus im Ortsteil Dörnhagen wohnende Ehepaar konnte das Gebäude noch rechtzeitig verlassen, wie die Polizei mitteilte. Die Behörde geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Der Ehemann sowie eine Nachbarin hatten bei dem Feuer leichte Verletzungen durch Rauch erlitten und waren in ein Krankenhaus gebracht worden. Nähere Informationen zu den Verletzten waren zunächst nicht bekannt.

Nach Angaben der Polizei wird nach dem bislang unbekannten Brandstifter gesucht. Geprüft wird zudem, ob es einen Zusammenhang mit einem weiteren Brand im nahe gelegenen Guxhagen in derselben Nacht gibt. Dabei war etwa um 3.40 Uhr ein Einfamilienhaus in Brand gesetzt worden, das Feuer wurde rasch entdeckt und gelöscht. Das Feuer in Dörnhagen war etwa 20 Minuten zuvor ausgebrochen, am Morgen war dieses Feuer gelöscht.

Die Feuerwehr hatte ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude verhindern können. Das Reihenmittelhaushaus, in dem das Feuer ausbrach, ist laut Polizeisprecher unbewohnbar. Es sei erheblich beschädigt worden. Die zwei Nachbarhäuser sind demnach wieder freigegeben worden.

Quelle: dpa
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