FAZ plus ArtikelKlimawandel

Noch fließt Wasser aus dem Hahn

Von Mechthild Harting
07.08.2019
, 08:52
Aufgedreht: Wasserhähne zur Entnahme von Trinkwasserproben im Mainova-Wasserwerk in Frankfurt-Goldstein
Die Rhein-Main-Region wächst und mit ihr der Wasserverbrauch. Mit Blick auf den Klimawandel und den Schutz der Grundwassergebiete ist ein „Weiter-so“ bei der Versorgung nicht möglich. Reichen die Vorräte aus?

Das letzte Mal, als das Rhein-Main-Gebiet rasant gewachsen ist und gleichzeitig mehrere trockene Sommer aufeinander folgten, ist die Trinkwasserversorgung in der Region an ihre Grenzen gestoßen. Das war Anfang der neunziger Jahre. Die ökologische Schäden in den Wäldern und auf den Äckern im Hessischen Ried waren erheblich. Das Hessische Ried zählt neben dem Vogelsberg zu den zentralen Wasservorkommen, aus denen der Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main mit Trinkwasser versorgt wird.

Jetzt, da die Metropolregion für viele attraktiver denn je zu sein scheint, die Bevölkerung in den vergangenen fünf Jahren um rund 130.000 Einwohner zugelegt hat – damit ist praktisch einmal die Einwohnerschaft Offenbachs zugezogen –, geht die Sorge um, die Rhein-Main-Region könne absehbar und dann endgültig an ihre Trinkwassergrenzen stoßen. Zumal nach Einschätzung von Experten der Zuzug in den nächsten Jahren anhalten wird. Und weil der zweite Sommer in Folge heiß, in jedem Fall aber zu trocken zu werden scheint und die Grundwasserstände nicht dort sind, wo sie sein müssten, um die Natur ausreichend zu versorgen.

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Mechthild Harting - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Mechthild Harting
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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