FAZ plus Artikel„Zweinutzungshühner“ in Hessen

Damit Henne und Hahn leben

Von Jan Schiefenhövel
21.08.2021
, 05:30
Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn: Auf dem Hofgut Marjoß dürfen Hennen und Hähne wie einst aufwachsen.
Das Hofgut Marjoß in Steinau hält eine Hühnerrasse, die sowohl Legehennen als auch Masthähnchen hervorbringt. Männliche Küken werden nicht geschreddert.
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Der Bruder soll leben. Das ist das Ziel von Dietrich Hunsmann. Es geht um den Bruder der Legehenne, das männliche Küken. In der industriellen Tierhaltung müssen die Brüder der Legehennen sterben, die männlichen Küken werden geschreddert. Bei jenen Rassen, die auf eine gute Leistung beim Eierlegen hin gezüchtet worden sind, werden die Hähne als nutzlos angesehen, weil sie nicht viel Fleisch ansetzen und somit nicht zum Brathähnchen taugen.

Die Barbarei des Schredderns will Hunsmann, Leiter des Hofguts Marjoß in Steinau, nicht mitmachen. Deshalb hat er für die Hühnerhaltung auf dem Hof Tiere einer Rasse angeschafft, die von Fachleuten als „Zweinutzungshühner“ bezeichnet werden. Dieses Federvieh ist auf einen Kompromiss hin gezüchtet, nicht auf einen einseitigen Nutzen. Aus den weiblichen Küken werden Legehennen, der männliche Nachwuchs wächst zum Masthähnchen heran. So können bei dieser Hühnerrasse beide Geschlechter gehalten werden. Alle Tiere überleben, kein Küken muss geschreddert werden, wie der Leiter des Hofguts zufrieden darlegt.

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Autorenporträt / Schiefenhövel, Jan (höv.)
Jan Schiefenhövel
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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