FAZ plus ArtikelKrise am MMK in Frankfurt

Der Leidensdruck war groß

EIN KOMMENTAR Von Eva-Maria Magel
13.05.2022
, 19:17
MMK-Chefin Susanne Pfeffer sucht den Dialog mit ihren Mitarbeitenden.
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Susanne Pfeffer, Direktorin des MMK in Frankfurt, will mit den Mitarbeitern Lösungen suchen. Das Ende ist das nicht: Das Bild vom Genie an der Spitze, das mit Mimosen arbeiten muss, ist von gestern. Vor allem die Kulturpolitik muss sich davon verabschieden.
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Es ist den städtischen Angestellten im Dienst des MMK, des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt, wohl nicht leicht gefallen, sich mit den Beschwerden über den Umgang im Haus an die Öffentlichkeit zu wenden. Der Leidensdruck aber scheint zu groß geworden zu sein. Und das Vertrauen, von der Direktion und der Politik ernst genommen zu werden, ist offenbar im gleichen Maße geschwunden. Der Brief an die Direktorin Susanne Pfeffer war nicht der erste Versuch, die Lage zu ändern.

Dem Vernehmen nach war das Betriebsklima bis hin zu Krankheitsfällen dem Kulturdezernat bekannt, es hat zahlreiche Abgänge gegeben. Unternommen worden ist offenkundig nichts.Museumsdirektoren und Intendanten werden nicht geboren. Wer als Regisseur oder Kurator große Erfolge feiert, wird früher oder später eine Managementposition mit Personalverantwortung bekleiden. Eine Ausbildung dafür gibt es nicht.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Magel, Eva-Maria
Eva-Maria Magel
Leitende Kulturredakteurin Rhein-Main-Zeitung.
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