FAZ plus ArtikelBilder-Hänger im Museum

Zwischen Kunst und Künstlern

Von Cornelia von Wrangel
18.05.2021
, 20:23
Mann des Bildes:Andreas Gundermann, Künstler und Chef des Hänge-Teams der Schirn Kunsthalle, vor der Schirn Kunsthalle
Er bringt die Werke an die Wände: Andreas Gundermann ist Plastiker. Und er ist der Chef des Hänge-Teams in der Kunsthalle Schirn. In seinem Frankfurter Atelier arbeitet er seit 30 Jahren.
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Es ist bizarr. Der eine malt Bilder gigantischen Aus­maßes. Der andere modelliert Figuren, die sind gerade einmal ein paar Zentimeter groß. Der eine hat Kultstatus, hat den Neoexpressionismus mitbegründet, dreht Filme. Davon kann bei dem anderen keine Rede sein. Weit und breit kein Weltruhm. Er versteht aber etwas von einem Handwerk, das auch eine Kunst ist. Jedenfalls sind sie befreundet, Julian Schnabel, der Star aus New York, und Andreas Gundermann, der Schöpfer der Däumlinge aus Frankfurt.

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Einmal hat Gundermann für Schnabel einen winzigen Hund aus Brotteig geknetet, ganz spontan und zum Trost, weil dessen Hund gestorben war. Sie waren zusammen in Norddeutschland unterwegs. Schnabel sei total gerührt gewesen. Gundermann mag Hunde. Seine Lieblingsfigur aus der Heerschar seiner Skulpturen ist jedoch der Wanderer. Warum? Weil er ein Wanderer zwischen den Welten ist. So sieht er sich.

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Quelle: F.A.S.
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