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Langer Tag der Bücher

Fische und Kronen

Von Florian Balke
Aktualisiert am 13.02.2020
 - 16:51
Aufstieg: Treppenhaus am Haus am Dom in Frankfurt am Langen Tag des Buchs 2018
Der Lange Tag der Bücher steht wieder an: Am Sonntag haben Frankfurts Verlage ein Date mit ihren Lesern. Es darf mit viel Zulauf gerechnet werden.

Marie-Antoinette soll auf der Guillotine sterben. Viele Tage brauchen die berittenen Boten, um die Nachricht im Oktober 1793 nach Frankfurt zu tragen. Als die Nationalversammlung in der Paulskirche dem preußischen König ein paar Jahrzehnte später die deutsche Kaiserkrone anträgt, braucht die Information nach Berlin durch den neuerfundenen Telegraphen nur noch eine Stunde. Um das, was technische Neuerungen mit uns machen, geht es am Sonntag im Frankfurter Haus am Dom ebenso wie um zwei Eltern, deren kleine Tochter gestorben ist, um eine Erfurter Hausmeisterfamilie, die sich im Sommer des Mauerbaus daranmacht, die DDR zu verlassen, und eine Unternehmerfamilie, betrachtet aus der Sicht des träumerischen Sohnes, dessen einzige Tat das Vertiefen in die Vergangenheit ist.

In Büchern Frankfurter Verlage werden diese Schicksale beschrieben, mit Hilfe ihrer Bücher stellen die Unternehmen sich am „Langen Tag der Bücher“ vor. Zum 17. Mal findet er statt, nach Anfängen im Chagallsaal der Städtischen Bühnen nunmehr zum sechsten Mal am neuen Ort, mit Blick auf Dom und Goldene Waage sowie der Gelegenheit, zwischen einzelnen Programmteilen nach Belieben zu kommen und zu gehen, einen Spaziergang durch die neue Altstadt zu machen oder etwas zu essen. Der Eintritt ist frei.

„Zum Bersten voll“

Acht Verlage stellen sich dieses Jahr vor, jeweils etwa eine Stunde lang, mit Lesung und Gespräch. Und da es einen ganzen geruhsamen Feiertag lang um Begegnungen mit dem geht, was in einem Verlag und einer Verlagsstadt so los ist, heißt es, jeweils zeitig da zu sein. Denn das Publikum strömt, Jahr für Jahr. Manchmal ist das Wetter zu gut, dann finden sich im Großen Saal ein paar Hörer weniger ein als in anderen Jahren oder zu anderen Tageszeiten. Die einzige nennenswerte Schwankung aber ist seit Jahren die zwischen „gut besucht“ und „zum Bersten voll“.

Los geht es um 11 Uhr mit Ortrud Tokers Roman „Vom Ende der Langsamkeit“, den die Autorin zusammen mit ihrer Verlegerin Christina Henrich-Kalveram vorstellt. Neben den Problemen der Königin von Frankreich geht es um die Erfinder Werner von Siemens, Philipp Reiss und Bertha Benz. Philipp Mosetter präsentiert von 12 Uhr an sein neues Buch „Kurt“ (Edition Faust), er selbst wird präsentiert von Michael Quast. Maria Knissel unterhält sich von 13 Uhr an mit dem Literaturkritiker Alf Mentzer über ihren Roman „Letzte Meile“ (Societät), Michael Wäser mit seinem Verleger von 14 Uhr an über seinen Roman „Familie Fisch macht Urlaub“ (Axel Dielmann).

Mit Autoren und Büchern

Claire Beyer stellt von 15 Uhr an im Gespräch mit der Literaturkritikerin Beate Tröger ihren Roman „Revanche“ vor (Frankfurter Verlagsanstalt), ehe es von 16 Uhr an in der Stunde des Verlags der Autoren um Rainer Werner Fassbinder und Frankfurt geht. Juliane Lorenz und Karlheinz Braun sprechen mit Annette Reschke. Von 17 Uhr an präsentiert Olivia Wenzel ihren bei S. Fischer erschienenen ersten Roman „1000 Serpentinen Angst“, ehe der Größenwahn-Verlag von 18 Uhr an seine Anthologie „Frankfurter Einladung“ vorstellt.

Zu kaufen gibt es sämtliche Titel am Büchertisch der Büchergilde Buchhandlung, wie immer gibt es an den Ständen des Bouquinistenmarkts gleichzeitig die Gelegenheit, in Bücherkisten weitere Titel aller Art zu finden und Schnäppchen zu machen. Stöbern Sie.

Der Lange Tag der Bücher beginnt am Sonntag, 16. Februar, um 11 Uhr im Haus am Dom in Frankfurt und dauert bis 19 Uhr.

Quelle: F.A.Z.
Florian Balke - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Florian Balke
Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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