FAZ plus ArtikelRheingau Musik Festival

Finale mit Spanien

Von Axel Zibulski
07.09.2021
, 15:21
Bei bestem Wetter: Der Klosterhof war zum ersten Mal Schauplatz des Abschlusskonzerts
Zum Ende des Rheingau Musik Festivals gastiert die Deutsche Radio Philharmonie in Eberbachs Klosterhof. Neben den vorwiegend spanischen Repertoireklassikern finden auch sechs der 21 „Ungarischen Tänze“ von Johannes Brahms ihren Platz.
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Die oft bemühte Formel von der Chance, die sich erst in der Krise eröffnet, galt beim diesjährigen Rheingau Musik Festival in mehrfacher Hinsicht. Nach der Absage aller Liveveranstaltungen im vergangenen Sommer fand das Festival zum ersten Mal unter Pandemiebedingungen statt. Dabei empfanden viele Besucher die ausschließlich pausenlos gegebenen Konzerte als besonders konzentriert, außerdem scheuten sie, wie aus Veranstalterkreisen zu hören war, auch die frühen Konzerttermine am Nachmittag nicht; wegen der limitierten Zuschauerzahlen standen viele Veranstaltungen am selben Tag zweimal auf dem Spielplan. Und es gab neue Spielstätten, etwa die Brita-Arena in Wiesbaden und den erstmals mit einer Bühne ausgestatteten Klosterhof von Kloster Eberbach, auf dem zum Abschlusskonzert 1500 Zuschauer Platz nehmen konnten.

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Auf entsprechende Breitenwirkung war das Programm ausgelegt, mit dem die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern das am 26. Juni eröffnete Festival zehn Wochen nach Beginn beschloss. Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Pietari Inkinen fanden zwischen vorwiegend spanischen Repertoireklassikern mit „Carmen“-Melodik und dem populären „Concierto de Aranjuez“ von Joaquín Rodrigo auch sechs der 21 „Ungarischen Tänze“ von Johannes Brahms ihren Platz. Zur Auswahl gehörten die besonders beliebten Nummern eins und fünf, denen Inkinen freilich viel Frische und jenen rhythmischen Esprit abgewann, mit dem sich das Orchester schon eingangs, bei aller Routine, der Ouvertüre zu Georges Bizets Oper „Carmen“ gewidmet hatte.

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