FAZ plus ArtikelRimini-Altar im Liebighaus

Die Diva mag weder Wasser noch Seife

Von Eva-Maria Magel
03.11.2021
, 11:42
Der Rimini-Altar im Liebieghaus ist aufwändig restauriert worden. Eine Ausstellung zeigt auch das „Making of“. Der Alabaster macht eine Reinigung besonders schwierig.
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Alabaster, so schön allein das Wort klingt, muss im Grunde der Albtraum jedes Restaurators sein. Das, was ihn als Werkstoff auszeichnet, ist zugleich eine enorme Bürde. Das Gipsgestein ist so weich, dass man es bearbeiten kann wie ein Holzbildhauer, mit wenig Kraftaufwand und einfachem Werkzeug. Was den großen Reiz ausmacht, gerade für den Frankfurter Rimini-Altar, der um 1430 geschaffen worden ist. Der dort verwendete Alabaster mit seiner zarten grauen Maserung sieht aus wie gewichtiger Marmor. Aber so feine Gesichter, bis hin zu den Fältchen und Lidfalten, den Locken in Haaren und Bärten, wie sie die Jünger, die klagenden Frauen und Soldaten an den Tag legen, könnte man aus Marmor kaum hervorholen.

Jetzt sind alle diese Feinheiten des unbekannten, wohl in den südlichen Niederlanden tätigen Meisters so gut zu sehen, wie es nach bestem Wissen der Restauratoren und Kuratoren möglich ist. Und ein paar der Geheimnisse um den Altar, der von Nord- nach Südeuropa und von dort 1913 ins Liebieghaus gelangte, konnten gelüftet werden.

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Eva-Maria Magel
Leitende Kulturredakteurin Rhein-Main-Zeitung.
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