FAZ plus ArtikelAusverkaufte Veranstaltungen

Wie Sie entspannter zur Eintrittskarte kommen

Von Petra Kirchhoff
Aktualisiert am 01.07.2019
 - 08:55
Die Freiluftkonzerte, wie hier im Schloss Vollrads, sind beim Rheingau Musik Festival beliebt. (Symbolbild)
Kurzfristig ins Konzert oder Theater? Das ist nicht nur bei Top-Events nahezu unmöglich. Karten sind oft binnen Stunden ausverkauft. Welche Vorteile haben Förderer und Abonnenten?

Siddhartha in den Frankfurter Kammerspielen? Alle Vorstellungen schon zwei Wochen vor der Premiere ausverkauft. „Barock meets Kuba“ in der Basilika von Kloster Eberbach? Nur noch Karten ohne Sicht zur Bühne. Konstantin Wecker bei den Burgfestspielen Dreieichenhain? Kurz nach Erscheinen des Programms keine zwei zusammenhängenden Plätze mehr. Das sind nur ein paar Beispiele aus jüngster Zeit. Der Theater- und Musikfreund muss frustriert feststellen: Er war wieder einmal zu spät dran.

Wer Kultur will, muss auf Zack sein. Über Newsletter von Veranstaltern und Ticket-Börsen sind Besucher heute besser und vor allem früher informiert. Die Eintrittskarte kaufen sie mal nebenbei auf dem Smartphone, während sie auf die nächste S-Bahn warten. Auf eine freie Leitung am Ticket-Telefon muss meistens niemand mehr warten, geschweige denn Schlange stehen an der Vorverkaufskasse.

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Vorteile für Förderer und Abonnenten

Alte Oper: Konstant um die 1500 Mitglieder zählt die Gesellschaft der Freunde der Alten Oper, in unterschiedlichen Kategorien. „Freund“ – die gängigste Mitgliedschaft – wird man von einem Mindestjahresbeitrag von 140 Euro an (20 Euro Mitgliedsbeitrag, 120 Euro Spende). Man kann aber auch für 1000 Euro „Mäzen“ werden oder für 2500 Euro „Quadriga-Mitglied“. Bei stark gefragten Konzerten wird ein bestimmtes Kartenkontingent für die Mitglieder geblockt, darüber hinaus gibt es Vorzüge, wie eine eigene Kartenstelle (www.freunde-alteoper.de).

Städtische Bühnen: Eine lange Tradition hat der Patronatsverein der Städtischen Bühnen in Frankfurt mit 1250Mitgliedern. Bei 100 Euro liegt der Jahresbeitrag (Familien 150 Euro). Wer zusätzlich Geld spendet, erhält den Status Patron und damit etwa Zutritt zu allen Generalproben der Oper und anderen exklusiven Veranstaltungen, ebenso bei Oper-Premieren ein Vorkaufsrecht. Einfache Mitglieder dürfen ausgewählte Arbeits- und Generalproben besuchen. Im Schauspiel haben Mitglieder des Patronatsvereins ebenso wie Abonnenten ein paar Tage Vorverkaufsrecht (www.patronatsverein.de).

Rheingau Musik Festival: Der Förderverein hat 3700 Mitglieder und wächst stetig. Die Einzelmitgliedschaft kostet 75 Euro im Jahr, Partner zahlen 100 Euro. Mitglieder können sich vier Wochen vor dem offiziellen Verkaufsstart Karten sichern und werden auch zu Sonderveranstaltungen eingeladen. Zusätzlich profitieren sie von Vergünstigungen bei Hotels, Weingütern und Museen (www.rheingau-musik-festival.de). (hoff.)

Quelle: F.A.Z.
Petra Kirchhoff - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Petra Kirchhoff
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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