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Kunstschnee im Dichterviertel

Von Eva-Maria Magel
12.12.2020
, 20:00
Tod geht auch ohne Dunkelgrau: Der Frankfurter Regisseur Rolf Silber ist seit 40 Jahren im Filmgeschäft. Jetzt ist im ZDF sein Weihnachtsfilm zu sehen. Gedreht wurde in Frankfurt und Umgebung. Die „Weihnachtstöchter“ ist eine romantische Komödie.

Eine bessere Werbung für einen totalen Lockdown und Weihnachten komplett ohne Familie könnte es gar nicht geben. Drei Schwestern, zerstritten bis in die letzte Haarwurzel, der schlitzohrige Vater soeben verstorben und statt eines fetten Erbteils für jede wartet in der weihnachtlich geschmückten väterlichen Villa die Erkenntnis, dass Papa, der Bäckerkönig, kurz vor der Pleite stand.

So viel aber darf verraten werden: Die drei „Weihnachtstöchter“ raufen sich zusammen, und zu lachen gibt es auch was. Der Frankfurter Regisseur und Autor Rolf Silber mag zwar auch ein Krimi-Fachmann sein und vor 40 Jahren seine Karriere mit einem Film über die Startbahn West begonnen haben – das Komödiantische mit Tiefgang und einem Hauch Tragik aber liegt ihm wohl am meisten. Der Tod kommt oft in seinen Filmen vor, ohne zu lasten. Das liege an seiner eigenen Grenzerfahrung mit einer schweren Krankheit. „Ich finde, das sollte man so vermitteln, dass das Sterben lebbar wird. Denn es gehört nun einfach dazu. Man muss nicht im Dunkelgrau verharren.“

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Magel, Eva-Maria
Eva-Maria Magel
Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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