FAZ plus ArtikelAbiturprüfungen in Hessen

Land und Schulen wollen keine Absage wegen Corona

Von Florentine Fritzen und Ewald Hetrodt
07.04.2021
, 08:30
Ein Vorschlag der GEW, das Abitur wegen Corona notfalls abzusagen, stößt auf Ablehnung. Schließlich bereiten sich mehr als 20.000 hessische Schüler gerade darauf vor.

Der Vorschlag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), wegen der Pandemie die Abiturprüfungen notfalls ausfallen zu lassen, stößt auf Ablehnung bei hessischen Schülern, Lehrern, Eltern und Politikern. „Das können wir uns nicht vorstellen“, ist die Reaktion der Hessischen Landesregierung. Die Schüler hätten schon genug unter den Umständen gelitten, sagt Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Sie sollten nicht auch noch ihr ganzes Leben lang unter dem Malus leiden, dass sie nur eine Art Notabitur gemacht hätten.

Im Gegenteil: Wenn sie jetzt ihre Prüfung ablegten, könnten sie später sagen, dass sie trotz Corona ein ordentliches Abitur hinbekommen hätten. „So war es im vergangenen Jahr, und so soll es in diesem Jahr sein“, sagt Lorz. Für Infektionsschutz sei gesorgt, die Abstände zwischen den Schülern seien wegen der Prüfungssituation ohnehin groß. Es gebe Selbsttests, und bis zu den Prüfungen werde auch ein Großteil der Lehrer weiterführender Schulen zumindest einmal geimpft sein. Die Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Marlis Tepe, hatte am Osterwochenende gesagt, wenn die Infektionszahlen „so dramatisch“ stiegen, „wie die dritte Welle in anderen europäischen Nachbarstaaten befürchten lässt, müssen die Länder flexibel reagieren und von Prüfungen absehen“. Die GEW Hessen teilte am Dienstag mit, die Erklärung sei mit ihr „nicht abgesprochen“ gewesen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Fritzen, Florentine
Florentine Fritzen
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
Ewald Hetrodt - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Ewald Hetrodt
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.
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