Vor Treffen der Länderchefs

Lorz legt Papier für Schulen vor

05.01.2021
, 06:17
Klar ist, dass vieles unklar ist: Bund und Länder beraten am Dienstag, bis wann der Lockdown verlängert werden soll. Für die Schulen haben die Kultusminister einen gemeinsamen Plan.

An diesem Dienstag wird der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zusammen mit den Regierungschefs der anderen Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Frage beraten, welche Corona-Beschränkungen in den nächsten Wochen gelten sollen.

Bis zu diesem Treffen gilt die Auskunft des Regierungssprechers Michael Bußer: „Einzelheiten sind noch unklar.“ Klar ist, dass der bis 10. Januar beschlossene Lockdown verlängert wird. Ob es dabei um zwei oder drei Wochen geht, steht aber noch nicht fest. Nützlich für die Entscheidungsfindung könnte der Austausch mit einer Reihe von Fachleuten gewesen sein, zu dem die Regierungschefs aus Bund und Ländern sich am Montag zusammenschalten ließen. Eingeladen waren beispielsweise der Virologe Christian Drosten von der Charité, Lothar Wieler vom Robert-Koch-Institut und Michael Meyer-Hermann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung.

Unter anderem über die Regelungen für Schulen und Kindertagesstätten berieten am Montag die Fachminister der Länder für Bildung und Gesundheit. Alexander Lorz (CDU) präsentierte für die Schulen ein Papier, in dem die Kultusminister aller Länder „die Bedeutung einer schnellen Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in Abwägung mit Fragen des Gesundheitsschutzes“ betonen. Angesichts der aktuellen Lage müssten die im Dezember beschlossenen Maßnahmen fortgeführt werden, heißt es in der Vorlage für die Bund-Länder-Sitzung am Dienstag.

Aber wenn es zu Lockerungen komme, „müssen die Schulen von Anfang an dabei sein“. Lorz zeigt sich zufrieden, dass die Kultusminister für die Rückkehr der Schüler aus den Ferien einen gemeinsamen Plan vorgelegt hatten. Danach wird zunächst in den Jahrgängen 1 bis 6 Präsenzunterricht erteilt. Die weiteren Jahrgänge der weiterführenden Schulen bleiben im Distanzunterricht. Die zweite Stufe sieht von der Jahrgangsstufe 7 an ergänzend Wechselmodelle vor. Offen ist noch die Frage, ob sich in Hessen an das Ende der Ferien eine einwöchige Übergangszeit anschließt.

Quelle: htr./thwi./was.
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