FAZ plus ArtikelLufthansa tief in Verlustzone

Luftfracht als Lichtblick

Von Jochen Remmert
04.03.2021
, 18:31
Die Lufthansa schreibt 2020 einen Milliardenverlust. Ein harter Sparkurs und ein Cargo-Plus verhindern Schlimmeres. Doch der Personalabbau ist in Frankfurt nicht beendet.

Die gute Nachricht zuerst: Die in Frankfurt ansässige Frachttochter des Lufthansa-Konzerns, die Lufthansa Cargo, hat im ansonsten für den Kranich wie für die gesamte Luftfahrt desaströsen Jahr 2020 das bislang beste Ergebnis überhaupt erzielt. Sie flog einen Gewinn vor Zinsen und Steuern in Höhe von 772 Millionen Euro ein nach einer Million im Jahr zuvor. Das ist den Frachtfliegern gelungen, obwohl sie 36 Prozent der sonst von ihr vermarkteten Frachtkapazität in Passagiermaschinen nicht zur Verfügung hatte, weil zahlreiche dieser Flugzeuge wegen der Corona-Pandemie mangels Passagieren am Boden blieben.

Letzteres ist allerdings auch der Grund, weshalb der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr, der selbst einmal Vormann der Frachtflieger war, am Donnerstag für den Gesamtkonzern einen Verlust von 6,7 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2020 verkünden musste. Nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden Euro im Jahr davor. Die Pandemie und die in der Folge weltweit erlassenen Reisebeschränkungen haben den Kranich nach den drei besten Jahren der Unternehmensgeschichte, in kürzester Zeit an den Rand der Insolvenz gebracht.

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Quelle: F.A.Z.
Jochen Remmert - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Jochen Remmert
Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.
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