FAZ plus ArtikelMaibowle mit Waldmeister

Aus dem Forst in die Gläser

Von Jacqueline Vogt
02.05.2021
, 12:59
Was ist erntereif im Mai? Zum Beispiel der Waldmeister. Und der ist unentbehrlich für eine erfrischende Maibowle.

Die ersten süßen Beeren. Schollen und Forellen. Warme Abende, Hoffnung in der Luft, der Mai ist schon so gut wie da. In den Wäldern hängt seit Wochen der Geruch von Bärlauch. Jetzt hat noch anderes im Forst Saison, das man sich, in kleinen Mengen, dort herausholen darf. Echte Fans werden es im Garten haben oder auf dem Balkon, wer nur einmal ausprobieren möchte, was sich damit zubereiten lässt, ist mit einem Spaziergang, dabei ein scharfes Messer, gut beraten: Waldmeister, auch Maikraut genannt, wächst auf feuchtem Boden unter hohen Laubbäumen. Für die Zubereitung einer Maibowle, des bekanntesten Getränks, das mit Hilfe von Waldmeister entstehen kann, braucht man nicht viel davon, ein paar Stiele genügen.

Waldmeister gehört zu den Labkräutern, die Pflanzen werden gut 30 Zentimeter hoch und sind leicht zu erkennen an eckigen Stengeln und kleinen weißen Blüten. Zerreibt man die Blätter zwischen den Fingern, duftet es würzig-süß. Abgeschnitten wird der Waldmeister kurz über der Erde, dann abgewaschen und getrocknet, bevor die Zweige zu kleinen Sträußen gebunden und zum Trocknen aufgehängt werden. Nach zwei Tagen sehen sie ein bisschen schlapp aus, dann sind sie perfekt für die Weiterverarbeitung.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Vogt, Jacqueline (jv.)
Jacqueline Vogt
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot